USA: Massive Überflutungen in San Diego

Starke Überflutungen an der Küste von San Diego – Atmosphärischer Fluss verursachte Starkregen

Heftige Regenfälle haben am Neujahrstag in San Diego zu großflächigen Überschwemmungen geführt, die enorme Schäden verursachten. Besonders stark betroffen war das tiefliegende Mission Valley, wo Straßen, Parkplätze und Unterführungen innerhalb kurzer Zeit unter Wasser standen. Die Kanalisation konnte die Wassermassen nicht aufnehmen, so dass sie wie Geysire aus den Gullies schossen und sich das Hochwasser rasch ausbreitete. Zahlreiche Fahrzeuge wurden von den Fluten eingeschlossen oder beschädigt, der Straßenbahnverkehr in der Innenstadt musste zeitweise eingestellt werden. Auch Einkaufsbereiche wie das Fashion Valley standen stellenweise knietief unter Wasser. 

San Diego

Die Einsatzkräfte waren den ganzen Tag über gefordert. Feuerwehr, Polizei und Rettungsschwimmer führten zahlreiche Wasserrettungen durch. In Mission Valley wurden unter anderem ein Erwachsener und ein Kind aus einem von den Fluten eingeschlossenen Fahrzeug gerettet. In einem weiteren Einsatz saß ein Mann unter einer Brücke nahe der State Route 163 im hüfthohen Wasser fest und musste mit einem Rettungsboot in Sicherheit gebracht werden. Auch außerhalb der Stadt kam es zu gefährlichen Situationen: Am Lake Hodges wurde eine Frau von der starken Strömung eines Bachs mitgerissen, konnte jedoch von Rettungskräften gefunden und ins Krankenhaus gebracht werden. Alle Geretteten befinden sich nach Behördenangaben in stabilem Zustand.

Ursache der Unwetter war eine ausgeprägte Wetterlage über dem Pazifik. Meteorologen sprechen von einer feuchten Luftströmung, die große Mengen Wasserdampf nach Südkalifornien transportierte. Dieses Phänomen wird als sogenannter „atmosphärischer Fluss“ bezeichnet. Trifft diese feuchte Luft auf kühlere Luftmassen, kommt es zu intensiven und anhaltenden Niederschlägen. In San Diego führte dies dazu, dass innerhalb kurzer Zeit ungewöhnlich viel Regen fiel und die Infrastruktur überfordert war.

Für die kommenden Tage erwarten Wetterdienste zwar weitere Schauer, diese sollen jedoch deutlich schwächer ausfallen. Die Behörden mahnen dennoch zur Vorsicht und rufen dazu auf, überflutete Straßen und Wege konsequent zu meiden.

USA: Schlammlawinen verwüsteten Bergdorf in Kalifornien

Schlammlawinen nach Weihnachtssturm: Wrightwood schwer getroffen

Ein heftiger Wintersturm hat am Weihnachtstag den Bergort Wrightwood im Süden Kaliforniens besonders hart getroffen. Ein sogenannter atmosphärischer Fluss – ein schmaler, aber extrem feuchter Luftstrom aus den Tropen – brachte innerhalb kurzer Zeit enorme Regenmengen in die Region. Die Folge waren Sturzfluten und Schlammlawinen, die sich durch Straßen und Wohngebiete wälzten und teils massive Schäden verursachten.

In mehreren Vierteln wurden Autos vollständig von Schlamm, Geröll und Holzresten begraben. Bilder und Videos aus Wrightwood zeigen Fahrzeuge, aus denen nur noch Dächer oder Seitenspiegel herausragen. Auch zahlreiche Häuser wurden beschädigt: Schlamm drang in Garagen und Wohnräume ein, einige Gebäude standen zeitweise bis zu den Fenstern im braunen Wasser. Straßen verwandelten sich in reißende Bäche, wichtige Zufahrtswege waren stundenlang oder sogar tagelang unpassierbar.

Rettungskräfte und freiwillige Helfer waren im Dauereinsatz, um Anwohner in Sicherheit zu bringen. Die Behörden verhängten Evakuierungsanordnungen für besonders gefährdete Gebiete, da der durchnässte Boden weitere Erdrutsche begünstigte. Nach ersten Angaben gab es in Wrightwood keine bestätigten Todesopfer, doch der Sachschaden ist erheblich. Viele Bewohner verbrachten die Feiertage ohne Strom oder mussten ihre Häuser vorübergehend verlassen.

Der Sturm war Teil einer größeren Unwetterlage, die weite Teile Kaliforniens über die Weihnachtstage erfasste. Meteorologen warnten vor den Risiken solcher Wetterereignisse, die durch gesättigte Böden und steile Hänge besonders gefährlich werden. Zwar ließ der Starkregen nach den Feiertagen allmählich nach, doch die Gefahr von Nachrutschungen bestand zunächst weiter.

Für Wrightwood beginnt nun die Aufräumphase. Schlamm muss von Straßen entfernt, beschädigte Infrastruktur repariert und die Sicherheit der Häuser überprüft werden. Gleichzeitig wirft das Ereignis erneut Fragen auf, wie gut Berggemeinden auf extreme Wetterlagen vorbereitet sind, die in Kalifornien zunehmend häufiger und intensiver auftreten.

Wie es der Zufall will, verweile ich gerade in New York City, wo es eine Schneesturmwarnung gibt. Aktuell schneit es bei kräftigen Minustemperaturen und es liegen bereits mehrere Zentimeter Schnee. Morgen wird sich zeigen, wie gut die Millionenmetropole auf den Schneefall vorbereitet ist. Erste Unfälle hat es bereits gegeben.

USA: Starke Unwetter vor Weihnachten fordern ein Todesopfer

Starke Unwetter wüten in Nordkalifornien – der Süden bereitet sich auf stürmische Weihnachten vor

Während es in Nordkalifornien bereits vielerorts „Land unter“ heißt, bereitet sich Südkalifornien zu Weihnachten auf eine schwere Unwetterlage vor, die durch einen intensiven atmosphärischen Fluss – auch bekannt als „Pineapple Express“ – ausgelöst wird. Dieses Wetterphänomen, das feuchte Luftmassen vom Pazifik über Hawaii nach Kalifornien transportiert, bringt in der Weihnachtswoche Starkregen und erhöhtes Risiko für Sturzfluten mit sich. Besonders betroffen sind die Landkreise Los Angeles, Orange, San Bernardino, Riverside und Ventura.

Der Regen setzt bereits am Dienstagnachmittag ein und verstärkt sich bis in die Nacht zum Mittwoch deutlich. Für Heiligabend werden besonders heftige Niederschläge erwartet, die bis in die frühen Morgenstunden anhalten sollen und wahrscheinlich Zigtausende auf dem Weg in den Weihnachtsurlaub beeinträchtigen werden Innerhalb von 24 Stunden können regional zwischen 5 und 10 Zentimeter Niederschlag fallen, was zusammen mit einem begleitenden Temperatursturz die Gefahr von Überflutungen und Sturzfluten deutlich erhöht. Auch am ersten Weihnachtsfeiertag ist mit Regen zu rechnen. Das nasse Wetter soll voraussichtlich bis Freitag anhalten, bevor eine kurze Wetterberuhigung mit sonnigen Abschnitten am Wochenende folgt. Bereits für den kommenden Montag ist jedoch ein neues Tiefdruckgebiet mit erneutem Regen prognostiziert.

Besondere Aufmerksamkeit gilt dem Gebiet des Palisades-Feuers, wo die Folgen der jüngsten Waldbrände das Risiko von Erdrutschen und Schlammlawinen erhöhen. Dort wurden Hänge mit Planen abgedeckt, Leitplanken installiert und Sandsäcke verteilt, um mögliche Schäden zu begrenzen. Aufgrund der hohen Gefahr wurde eine Evakuierungswarnung für Dienstagvormittag ausgesprochen. Auch in Malibu und umliegenden Gemeinden bereitet man sich auf erhebliche Regenfälle und mögliche Einschränkungen im Straßenverkehr vor.

Der Sturm hat bereits in Nordkalifornien zu einem Todesfall durch Überflutung geführt. Zudem mussten Einsatzkräfte zahlreiche Wasserrettungen durchführen und in überflutete Autos Eingeschlossene Retten. Behörden warnen, dass die Serie von aufeinanderfolgenden Stürmen und die ungewöhnlich starken Regenfälle sowohl an der Küste als auch in den Bergen schwere Überschwemmungen, Erdrutsche und Verkehrsbehinderungen verursachen können. Einsatzkräfte rüsten sich für mögliche Rettungseinsätze und die Sicherung von Infrastruktur, während die Bevölkerung gebeten wird, besondere Vorsicht walten zu lassen.

Die Wetterlage stellt eine ernste Herausforderung dar, gerade inmitten der Weihnachtszeit, und erinnert eindringlich an die Gefahren, die atmosphärische Flüsse für Kalifornien mit sich bringen.

Italien: Unwetter auf Elba verursachte Überflutungen

Unwetter mit Starkregen verursachte Flutkatastrophe auf Elba – ein Todesopfer geborgen

Die Unwetterserie im Mittelmeerraum reißt nicht ab: Gestern traf es die beliebte italienische Urlaubsinsel Elba, die z.B. von der Toskana aus per Fähre zu erreichen ist. Innerhalb weniger Stunden fiel so viel Niederschlag wie sonst in einem Monat. In der Folge traten zahlreiche kleine Bäche über die Ufer und legten das öffentliche Leben der Insel lahm. Eine 81-jährige Frau stürzte in ihrer überfluteten Wohnung und starb. Mehrere Personen erlitten Verletzungen.

Elba

Besonders betroffen waren die Orte Marina di Campo und Portoferraio, wo sintflutartige Regenfälle zu Überschwemmungen und kleineren Erdrutschen führten, die starke Schäden an der Infrastruktur verursachten. Schäden führten. Straßen verwandelten sich in reißende Bäche, Keller und Erdgeschosse liefen voll Wasser, Verkehrsverbindungen brachen zeitweise zusammen.

Meteorologisch war das Unwetter kein isoliertes Inselphänomen. Elba lag im Einflussbereich eines ausgedehnten Tiefdrucksystems über dem westlichen Mittelmeer. Feuchte, relativ warme Luftmassen strömten vom Tyrrhenischen Meer – wo die Liparischen Inseln vulkanischen Ursprungs liegen – gegen die Küste der Toskana. Aufgrund einer blockierenden Wetterlage durch ein Hochdruckgebiet im Osten konnte das Tief nicht abziehen und verharrte lange über Elba. Das Ergebnis waren lang anhaltende, teils stationäre Starkregenfälle. Innerhalb weniger Stunden fielen lokal Regenmengen, die sonst einem Großteil des Monatsdurchschnitts entsprechen. Die Regenfälle beschränkten sich nicht nur auf Elba, sondern griffen auch auf die Südtoskana über. Dort blieben katastrophale Zustände aber aus.

Das Unwetter allein erklärt das Ausmaß der Schäden nicht: Die Morphologie Elbas wirkte als Verstärker. Die Insel ist stark reliefiert: Zwischen den über 1.000 Meter hohen Gipfeln des Monte-Capanne-Massivs und der Küste liegen oft nur wenige Kilometer. Regenwasser fließt daher extrem schnell talwärts. Statt großer Flüsse gibt es zahlreiche kurze Bäche, sogenannte Torrenti, die bei Starkregen in kürzester Zeit anschwellen und Sturzfluten verursachen.

Besonders kritisch sind die flachen Küstenebenen an den Bachmündungen, auf denen viele Ortschaften entstanden sind. In Marina di Campo trat der Bach Alzi über die Ufer, während in Portoferraio mehrere kleine Einzugsgebiete zusammenwirkten. Verbaute, eingeengte Bachläufe, Brücken und versiegelte Flächen verschärften die Lage zusätzlich, da dem Wasser kaum Raum zur Ausbreitung blieb.

USA: Dramatische Überschwemmungen im Nordwesten

Schwere Überschwemmungen im pazifischen Nordwesten der USA: Washington kämpft mit den Folgen extremer Regenfälle

Anhaltender Starkregen infolge eines „Atmosphärischen Flusses“ und mehreren aufeinanderfolgenden Sturmsystemen haben im pazifischen Nordwesten der USA schwere Überschwemmungen ausgelöst. Besonders betroffen ist der Bundesstaat Washington, wo das tatsächliche Ausmaß der Schäden nach mehr als einer Woche extremer Wetterbedingungen weiterhin unklar bleibt. Rekordniederschläge ließen Flüsse über die Ufer treten, Ortschaften überfluten und wichtige Verkehrsverbindungen unpassierbar werden.

In einigen Regionen fielen innerhalb weniger Tage bis zu 60 Zentimeter (600 mm) Regen auf den Quadratmeter. Die Wassermassen setzten Deiche unter Druck, von denen mehrere nachgaben, und führten zu großflächigen Überflutungen und Evakuierungen. Nach Angaben der Behörden wurden in zehn Landkreisen mehr als 600 Rettungseinsätze durchgeführt. Zeitweise waren bis zu 100.000 Menschen von Evakuierungsanordnungen betroffen, vor allem im Einzugsgebiet des Skagit River nördlich von Seattle.

Neben den Überschwemmungen sorgten starke Sturmböen für massive Schäden an der Infrastruktur. Umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitungen führten zu Stromausfällen, von denen mehr als 400.000 Haushalte in Washington und dem benachbarten Oregon betroffen waren.

Die Unwetter forderten auch ein Todesopfer. Ein Mann kam ums Leben, nachdem er mit seinem Fahrzeug in ein überflutetes Gebiet geraten war und dabei offenbar bestehende Warnhinweise ignoriert hatte. Zahlreiche Straßen und Autobahnen wurden unterspült, verschüttet oder weggespült. Besonders schwer getroffen ist die State Route 2, eine zentrale Verkehrsverbindung über die vulkanisch geprägte Kaskadenkette, deren Wiederöffnung sich voraussichtlich über Monate verzögern wird.

Meteorologen warnen vor weiteren Belastungen. Der Nationale Wetterdienst rechnet mit anhaltend hohen Flusspegeln und einer erhöhten Hochwassergefahr bis mindestens zum Monatsende. Weitere Stürme könnten erneut Starkregen, kräftige Winde und in höheren Lagen starken Schneefall bringen. Auch zusätzliche Erdrutsche gelten als möglich, da die Böden vielerorts vollständig gesättigt sind.

Um die unmittelbaren Folgen abzufedern, haben der Bundesstaat Washington und mehrere Landkreise finanzielle Hilfen in Millionenhöhe bereitgestellt. Die Mittel sollen Betroffenen unter anderem bei der Finanzierung von Unterkünften, Lebensmitteln und anderen notwendigen Ausgaben helfen, bis umfassendere Unterstützungsprogramme auf Bundesebene greifen.

Gaza: Starkregen verursachte Überschwemmungen

Schwere Überschwemmungen verschärfen humanitäre Krise im Gazastreifen – mindestens 16 Menschen tot

Heftige Regenfälle und Stürme haben in den vergangenen Tagen im Gazastreifen zu großflächigen Überschwemmungen geführt und die ohnehin katastrophale Lage der Bevölkerung weiter verschärft. Mehr ein Dutzend Menschen kamen infolge der Unwetter ums Leben, darunter ein Neugeborenes, das nach Angaben der Gesundheitsbehörden an Unterkühlung starb. Tausende Familien verloren erneut ihre wenigen Habseligkeiten, als provisorische Zeltlager überflutet und beschädigte Gebäude zum Einsturz gebracht wurden.

Ausgelöst wurden die Überschwemmungen durch ein winterliches Tiefdrucksystem, das über mehrere Tage hinweg anhaltenden Starkregen brachte und nicht nur Gaza überflutete, sondern auch in anderen Regionen des Mittelmeerraums für Überschwemmungen sorgte. In einzelnen Gebieten fielen mehr als 150 Millimeter Niederschlag. Während solche Regenmengen während des winters im östlichen Mittelmeerraum nicht außergewöhnlich sind, trafen sie im Gazastreifen auf eine Bevölkerung, die kaum noch über Schutzräume verfügt. Die meisten der rund zwei Millionen Einwohner leben derzeit in provisorischen Zelten oder notdürftig hergerichteten Unterkünften.

Der gut 2 Jahre dauernde Gaza-Krieg hat weite Teile der Infrastruktur zerstört. Wohnhäuser, Entwässerungssysteme, Straßen und Stromnetze sind stark beschädigt oder funktionsunfähig. 70% der Wohnhäuser sollen zerstört worden sein. Diese Zerstörungen haben entscheidend dazu beigetragen, dass Regenwasser nicht abfließen konnte und selbst mäßige Überschwemmungen verheerende Folgen hatten. Internationale Hilfsorganisationen sprechen von einer sich zuspitzenden humanitären Katastrophe.

Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International sehen die Tragödie nicht als reine Naturkatastrophe. Sie kritisieren, dass die Blockade des Gazastreifens die Einfuhr von Baumaterialien, Unterkünften und technischer Ausrüstung stark einschränkt und damit dringend notwendige Reparaturen verhindert. Dadurch seien die Auswirkungen der Unwetter erheblich verschärft worden.

Israel kontrolliert weiterhin große Teile der Grenzübergänge und weist Vorwürfe zurück, Hilfslieferungen unzureichend zuzulassen. Gleichzeitig berichten Hilfswerke von Engpässen bei Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser und wetterfesten Unterkünften. Trotz eines formell geltenden Waffenstillstands kommt es weiterhin zu Spannungen und gegenseitigen Vorwürfen von Verstößen.

Die jüngsten Überschwemmungen machen deutlich, wie verwundbar die Zivilbevölkerung im Gazastreifen ist. Ohne eine nachhaltige Verbesserung der humanitären Lage und den Wiederaufbau grundlegender Infrastruktur dürfte selbst gewöhnliches Winterwetter weiterhin lebensbedrohliche Folgen haben.

Ich persönlich hege keinerlei Sympathien für islamistischen Terror im Allgemeinen und die Hamas im Speziellen und bin eher pro Israel eingestellt, doch das, was in den letzten Jahren im Gazastreifen passiert ist, geht meiner Meinung nach weit über das Selbstverteidigungsrecht Israels hinaus. Die Lage im Gazastreifen wird das Gedankengut, das die Hamas antreibt, vermutlich nicht dauerhaft beseitigen. Im Gegenteil: Die prekäre Lebenssituation der Palästinenser schürt weiteren Hass und die Armutsverhältnisse und Perspektivlosigkeit im Gazastreifen werden eine neue Terroristengeneration hervorbringen. Offensichtlich ist es Ziel der israelischen Regierung, die Palästinenser auszurotten – nichts anderes als Genozid, von Menschen, die vor gerade einmal 80 Jahren selbst Opfer des Nazi-Genozids geworden sind. Die Menschheit lernt – trotz ihrer grundlegenden Genialität – wohl nicht oder nur sehr langsam dazu.

Die Trumpschen Vorschläge, quasi ein großes Ferienressort aus den Ruinen Gazas entstehen zu lassen, sind einfach nur menschenverachtend und pervers und zeugen von Geisteskrankheit!

Marokko: Mindestens 37 Todesopfer durch Unwetter

Safi in Marokko unter Wasser – Mindestens 37 Todesopfer durch Unwetter an der Atlantikküste

In der marokkanischen Hafenstadt Safi, die an der Atlantikküste liegt, sind in kurzer Zeit mindestens 37 Menschen bei schweren Sturzfluten ums Leben gekommen. Das berichten örtliche Behörden nach extremen Regenfällen am Sonntagabend. Innerhalb von weniger als einer Stunde verwandelten sich Straßen in reißende Ströme, die 70 Häuser und Geschäfte überschwemmten, Autos weggespült und Verkehrswege blockiert. Mehrere Menschen wurden verletzt, da öffentliche Leben kam zum erliegen. Die Schulen bleiben für mehrere Tage geschlossen. Rettungskräfte suchen weiter nach möglichen Opfern.

Meteorologen erklärten, die Regenmengen seien zwar regional nicht völlig außergewöhnlich, doch in Verbindung mit unzureichender Infrastruktur und stark ausgetrockneten Böden habe dies zu den plötzlichen, zerstörerischen Fluten geführt. Zudem warnte der nationale Wetterdienst vor weiteren heftigen Regenfällen und teils starkem Wind in anderen Regionen Marokkos.

Ein gemeinsames Wettermuster über Europa und Nordafrika

Zeitgleich sorgte Sturmtief „Emilia“ über dem Atlantik und dem westlichen Mittelmeer für massive Unwetter in Spanien und auf den Kanarischen Inseln. Die spanische Wetterbehörde Aemet hatte für große Teile des Landes, besonders im Südwesten und an der Ostküste, roten und orangen Alarm wegen Starkregen, Sturm und Überschwemmungsgefahr ausgegeben. In einigen Regionen wurde mit mehr als 100 l/m² Regen innerhalb weniger Stunden gerechnet. In höheren Lagen, wie dem Pico del Teide auf Teneriffa fiel auch Schnee.

Meteorologen sehen darin keinen Zufall: Emilia ist Teil eines breiten Tiefdrucksystems, das atlantische Feuchtluft nach Osten und Süden lenkt. Diese großräumige Wetterlage bringt gleichzeitig starke Niederschläge und stürmische Bedingungen über Spanien, die Kanaren und Richtung Nordafrika, und kann so auch in Marokko heftige Regenereignisse auslösen – auch wenn die konkreten lokalen Auswirkungen, etwa die Regenintensität in Safi, regional variieren.

Experten betonen, dass extreme Wetterereignisse wie kräftige Schauer und Flash-Floods in einer sich erwärmenden Atmosphäre zunehmen können, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen und bei Instabilität abladen kann. Marokko etwa erlebte kürzlich eines der heißesten Jahre seiner Geschichte, was trockene Bodenbedingungen und veränderte Regenmuster begünstigt.

Unwetter in Spanien: Ausmaß der Katastrophe wird sichtbar

Extreme Unwetter in Spanien: Wenn das erwärmte Mittelmeer zur Wettermaschine wird

Sintflutartige Regenfälle, über die Ufer tretende Flüsse und stürmische See haben in weiten Teilen Spaniens in den vergangenen Tagen eine Ausnahmesituation ausgelöst. Besonders betroffen waren der Süden Kataloniens und die Region Valencia mit den Provinzen Tarragona und Castellón. Was sich dort ereignete, ist kein gewöhnliches Herbstunwetter, sondern das Ergebnis einer meteorologischen Konstellation, die zunehmend häufiger auftritt – und immer zerstörerischer wird.

Im Zentrum der Unwetterlage stand das nahezu stationäres Höhentief Emilia. In Spanien werden solche Wettersituationen oft als DANA (Depresión Aislada en Niveles Altos) bezeichnet. Diese kalte Luft in der Höhe traf auf warme, feuchte Mittelmeerluft. Das westliche Mittelmeer weist derzeit deutlich erhöhte Oberflächentemperaturen auf und wirkt damit wie ein gigantischer Energielieferant: Warme Luft steigt auf, kühlt ab und entlädt sich in intensiven, lang anhaltenden Regenfällen. Da sich das Höhentief kaum verlagerte, regnete es stundenlang über denselben Gebieten.

Die Folgen waren drastisch. In Teilen der Provinz Tarragona fielen lokal über 300 Liter Regen pro Quadratmeter, insbesondere im Raum Montsià und Baix Ebre. Der Ebro führte bei Tortosa ein Vielfaches seiner üblichen Wassermenge, Nebenflüsse und Barrancos verwandelten sich innerhalb kürzester Zeit in reißende Ströme. Straßen wurden unterspült, der Verkehr kam vielerorts zum Erliegen und Keller und Erdgeschosse liefen voll. In Castellón mussten Einsatzkräfte mehrfach Menschen aus Fahrzeugen retten, die in überfluteten Straßen eingeschlossen waren – unter anderem im Raum Vila-real.

Angesichts der Lage aktivierten die Behörden die höchste Warnstufe. Die katalanische Regionalregierung setzte heute vorsorglich den Unterricht in mehreren Regionen aus, um das Risiko für Schüler und Lehrkräfte zu minimieren. Solche Maßnahmen zeigen, wie ernst die Situation inzwischen eingeschätzt wird: Die Dynamik dieser Unwetter lässt oft nur wenig Reaktionszeit.

Doch nicht nur an Land, auch auf See zeigte sich die Gewalt der Wetterlage. Starke Winde und hoher Seegang machten die Überfahrt in Teilen des westlichen Mittelmeers gefährlich. Besonders aufmerksam verfolgt wurde ein Vorfall mit einer Autofähre, die durch schwere Wellen zeitweise ihre Stabilität verlor. Im Frachtraum gerieten Fahrzeuge und Gepäck in Bewegung – ein eindrückliches Beispiel dafür, wie eng Starkregen, Sturm und hohe Wellen in solchen Wetterlagen miteinander verknüpft sind.

Meteorologen warnen, dass solche Ereignisse kein Ausnahmefall mehr sind. Die Kombination aus blockierten Wetterlagen und einem immer wärmeren Mittelmeer erhöht die Wahrscheinlichkeit extremer Niederschläge deutlich. Die Unwetter in Spanien sind damit nicht nur eine akute Krise, sondern auch ein Vorgeschmack auf eine neue, riskantere Wetterrealität im Mittelmeerraum, an der zumindest teilweise der anthropogene Klimawandel eine Mitschuld trägt.

Spanien: Starke Unwetter am Mittelmeer und auf den Kanaren

Erneut treffen heftige Unwetter Spanien und die Kanaren – Sturm, Starkregen und Schnee am Teide sorgen für Ausnahmelage

Spanien wird derzeit von einer Serie schwerer Unwetter heimgesucht, die sowohl auf dem Festland als auch auf den Kanarischen Inseln zu signifikanten Beeinträchtigungen führen. Das Sturmtief Emilia bringt extreme Regenfälle, Orkanböen und für die Region ungewöhnliche Schneefälle mit sich. Behörden sprechen von einer angespannten, teils kritischen Lage.

Auf dem spanischen Festland stehen vor allem die Mittelmeerregionen im Fokus. In der Autonomen Gemeinschaft Valencia sowie in Teilen von Andalusien, darunter Almería, hat die staatliche Wetterbehörde AEMET Unwetterwarnungen der höchsten Stufe ausgerufen. Innerhalb weniger Stunden werden außergewöhnlich hohe Niederschlagsmengen erwartet, lokal von mehr als 180 Litern pro Quadratmeter. In Küstenzonen, Senken und ausgetrockneten Flussbetten steigt damit die Gefahr von Sturzfluten und Überschwemmungen deutlich an.

Der Zivilschutz hat in mehreren Regionen die Alarmstufe erhöht und Notfallprotokolle aktiviert. Rettungsdienste, Polizei und Gesundheitsbehörden arbeiten in erhöhter Einsatzbereitschaft, während die Bevölkerung eindringlich aufgefordert wird, unnötige Fahrten zu vermeiden und offizielle Warnhinweise zu beachten. Bislang blieben größere Personenschäden aus, dennoch wird die Lage als dynamisch und potenziell gefährlich eingestuft.

Auch die Kanarischen Inseln sind massiv betroffen. Auf Teneriffa – wo erst letzte Woche wieder mehrere Menschen von Riesenwellen erfasst wurden –, Gran Canaria und La Palma sorgten orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von teils über 140 Kilometern pro Stunde für zahlreiche Zwischenfälle. Herabstürzende Äste, beschädigte Infrastruktur und gesperrte Straßen hielten die Einsatzkräfte in Atem. Insgesamt wurden über tausend wetterbedingte Vorfälle im gesamten Archipel gemeldet.

Besonders spektakulär sind die Bedingungen in den Hochlagen Teneriffas. Auf dem Teide, Spaniens höchstem Berg, fiel Schnee, begleitet von starkem Wind und Minustemperaturen. Mehrere Zufahrtsstraßen zum Nationalpark wurden aus Sicherheitsgründen gesperrt. Gegen die Küsten brandeten meterhohe Wellen einer Sturmflut und umspülten Gebäude der Uferpromenaden. Gleichzeitig kam es auf den Inseln zu Einschränkungen im Flugverkehr: Starke Seitenwinde und schlechte Sicht führten zu Verspätungen und Flugstreichungen, insbesondere auf kleineren Flughäfen.

Meteorologen rechnen damit, dass das unbeständige Wetter in den kommenden Tagen weiter anhält. Während Emilia langsam ostwärts zieht, bleiben viele Regionen unter dem Einfluss feuchter und instabiler Luftmassen. Die Behörden betonen, dass Vorsicht und Eigenverantwortung entscheidend sind, um Risiken zu minimieren. Spanien erlebt damit erneut, wie verletzlich selbst gut vorbereitete Regionen gegenüber extremen Wetterereignissen geworden sind.