Kanlaon: Stärkere Eruption fördert Vulkanasche auf 7000 m Höhe

Eruption lässt Aschewolke am Kanlaon bis auf 7000 m Höhe aufsteigen – Starker Ascheniederschlag in mehreren Orten

Am philippinischen Vulkan Kanlaon kam es heute Morgen zu einer vergleichsweise starken Eruption. Die explosive Phase begann um 05:51 Uhr und dauerte gut 56 Minuten. Dabei stieg eine dichte Aschewolke 4000 Meter über dem Krater auf, bevor sie sich west- und südwestwärts verlagerte. Das VAAC Tokio registrierte die Vulkanasche in einer Höhe von 7000 m und brachte 3 VONA-Warnungen heraus. Da der Kanlaon selbst 2435 m hoch ist, ergibt sich eine Höhe der Aschewolke über dem Krater von ca. 4500 m.

Der Kollaps der Aschewolke verursachte zudem pyroklastische Dichteströme, die sich etwa einen Kilometer weit über die südlichen Hänge ausbreiteten. Von pyroklastischen Strömen geht eine besonders große Gefahr aus, da sie in kürzester Zeit weite Strecken zurücklegen können und alles verbrennende superheiße Gase enthalten.

Menschen, die in Gemeinden im Schatten des Vulkans wohnen, berichteten von deutlich hörbaren Rumpelgeräuschen der Explosion.  Zudem wurden große, ballistische Gesteinsbrocken mehrere Hundert Meter weit geschleudert. Diese lösten in der Nähe des Gipfels kleinere Vegetationsbrände aus.

Auch Ascheregen blieb nicht aus: In mehreren Gemeinden von Negros Occidental gingen feine Aschepartikel nieder. Betroffen waren unter anderem Teile von La Carlota City, Bago City und La Castellana. In Brgy. Cubay (La Carlota City) kam es darüber hinaus zu stark schwefelhaltigen Dämpfen, die schwächer noch bis in die Gemeinde Hinigaran wahrgenommen wurden.

Dem Ausbruch war bereits eine mehrmonatige Phase vulkanischer Unruhe vorausgegangen, in deren Folge es auch zu einer Aufwölbung im südöstlichen Bereich des Vulkans kam – ein Hinweis auf zunehmenden Druck im Inneren des Vulkans, der durch aufsteigendes Magma verursacht wird. Wenige Tage vor der Eruption sanken die Schwefeldioxid-Emissionen merklich ab: von durchschnittlich 2500 Tonnen pro Tag im März auf nur noch 1655 Tonnen am Vortag der Eruption. Die seismische Aktivität blieb dabei weitgehend stabil. Daraus schließen die Vulkanologen von PHILVOLCS, dass es zu einer Blockade im Förderschlot gekommen ist, wodurch sich im Speichersystem des Vulkans großer Druck aufgebaut hatte, der sich letztendlich in der stärkeren Explosion entladen hat.

Da die seismischen und geochemischen Messdaten nach dem Ausbruch bislang keine deutliche Zunahme der Aktivität zeigen, bleibt der Alarmstatus für Kanlaon auf Stufe „3“. Weitere kurzfristige explosive Ausbrüche sind möglich.  Es gilt eine Sperrzone mit einem 6-Kilometer-Radius um den Krater. Die Vulkanologen warnen vor diversen Vulkangefahren und insbesondere vor Laharen, falls es zu starken Regenfällen kommen sollte.

Kanlaon mit 2 Eruptionen

Vulkan Kanlaon mit weitere Ascheemissionen und hohen Schwefeldioxidwerten

Auf der philippinischen Insel Negros bleibt der Kanlaon aktiv. Gestern eruptierte er 2 Mal Aschewolken, die mehrere Hundert Meter über den Krater aufstiegen und sich in südwestlicher Richtung ausbreiteten. Die Emissionen dauerten jeweils zwischen 13 und 24 Minuten und wurden von vulkanischen Erschütterungen begleitet. Am 4. April kam es zu 3 Eruptionen. Die Stärkste ließ die Vulkanasche bis auf 3000 m Höhe über dem Meeresspiegel aufsteigen und löste eine VONA-Warnung aus.

Innerhalb von 24 Stunden verzeichnete PHIVOLCS zwölf vulkanische Erdbeben, darunter zwei länger anhaltende Tremor-Ereignisse, die auf anhaltende magmatische oder hydrothermale Aktivität hindeuten. Die Erdbeben verteilten sich in den letzten Tagen über eine größere Fläche und konzentrierten sich nicht mehr so sehr unter der Nordflanke, wie es in den letzten Wochen typisch war.

Aus dem Hauptkrater stiegen bis zu 400 Meter hohe Dampf- und Gaswolken auf. Diese anhaltende Emission weist auf fortgesetzte Entgasungsvorgänge hin, wie sie bei vulkanischer Unruhe typisch sind. Insbesondere der Schwefeldioxidausstoß ist hoch und belief sich gestern auf 2.077 Tonnen am Tag.

Das Vulkanmassiv bleibt weiterhin aufgebläht, ein Hinweis auf Druckaufbau durch aufsteigendes Magma im Untergrund. Genaue Daten zur Bodendeformation werden von den Vulkanologen nicht kommuniziert. Da die Inflation aber seit über einem halben Jahr anhält, wird sich eine größere Menge Magma akkumuliert haben.

Die Alarmstufe 3 bleibt weiterhin bestehen, was auf eine Phase verstärkter Unruhe mit möglicher magmatischer Beteiligung hinweist. PHIVOLCS betont, dass der sechs Kilometer große Gefahrenradius um den Gipfel strikt gemieden werden muss, da jederzeit weitere Ausbrüche oder pyroklastische Ströme auftreten können.

Der Vulkan Kanlaon ist ein 2.465 Meter hoher Stratovulkan und Teil des pazifischen Feuerrings. Er erstreckt sich über die Provinzen Negros Occidental und Negros Oriental. In den letzten Jahren zeigte Kanlaon immer wieder Phasen erhöhter Aktivität, wobei kleinere phreatische Eruptionen keine Seltenheit sind. Im letzten Jahr kam es zu zwei größeren Eruptionen, in deren Folge Evakuierungen durchgeführt wurden. Die aktuelle Situation wird weiterhin genau überwacht.

Kanalon eruptiert Vulkanasche 1500 m hoch

Kanlaon steigerte Eruptionshöhe und Frequenz – Asche bis zu 1500 m über Kraterhöhe

Auf der philippinischen Insel Negros steigerte der Vulkan Kanlaon seine Aktivität und stößt häufig Vulkanasche aus. Wie die Vulkanbeobachter des zuständigen Observatoriums von PHILVOLCS meldeten, steigen frequent Asche-Dampf-Wolken auf, die bis auf 1500 m Höhe über den Krater aufsteigen. Die Aschewolken werden zwar nicht von Satelliten detektiert, dennoch wurden beim VAAC Tokio seit gestern 6 VONA-Warnungen ausgegeben. Demnach erreichten die Aschewolken eine Höhe von bis zu 3000 m und drifteten nach Westen. In diesem Jahr wurden bereits 97 VONA-Warnungen zum Kanlaon veröffentlicht.

Die Zunahme der Ascheeruptionen geht auch mit einer Steigerung der Seismizität einher, denn gestern wurden 23 vulkanisch bedingte Erdbeben festgestellt. Bei einem der seismischen Signale handelte es sich um vulkanischen Tremor, der sieben Minuten lang anhielt. Die ersten Erdbeben manifestierten sich nordwestlich des Gipfels. Dieser wird durch anhaltende Magmeninflation weiter angehoben. Der Schwefeldioxid-Ausstoß belief sich gestern auf 2758 Tonnen.

Der Alarmstatus steht auf „3“ und es gilt ein Besteigungsverbot des Kanlaon. Um seinen Krater wurde eine Sperrzone mit einem Radius von 6 Kilometern etabliert und mehrere Ortschaften innerhalb des Sperrgebiets wurden bereits im letzten Jahr evakuiert. Wer nicht bei Freunden und Verwandten unterkam, musste in Evakuierungszentren.

Die Vulkanologen warnen davor, dass pyroklastische Ströme entstehen könnten. Im Extremfall könnten diese auch Gebiete außerhalb der Sperrzone erreichen. Daher sollte man Niederungen und Schluchten in Vulkannähe besonders meiden. Besonders während der Regenzeit besteht die Gefahr, dass der Regen abgelagerte Vulkanasche auf den Hängen mobilisiert und in Schlammlawinen verwandelt, die in der Fachsprache Lahare heißen. Auch diese folgen in der Regel Niederungen und Flussläufen und stellen eine ernste Vulkangefahr dar.

Der Kanlaon ist einer von 5 Vulkanen der Philippinen, die aktuell unter besonderer Beobachtung stehen. Für 2 von ihnen gibt es tägliche Updates. Hierbei handelt es sich um Mayon und Taal. Am Taal kann es jederzeit zu phreatischen Explosionen kommen und der Mayon könnte wieder verstärkt an seinem Lavadom bauen.

Kanlaon eruptiert weiterhin Vulkanasche

Weitere Ascheemission am Kanlaon – vulkanotektonische Erdbeben registriert

Der Kanlaon ist derzeit der aktivste Vulkan der Philippinen und stößt weiterhin sporadisch Aschewolken aus. So kam es vorgestern zu zwei Emissionen, bei denen laut VAAC Tokio Vulkanasche bis auf 3000 m Höhe aufstieg. Laut einer Meldung bei PHILVOLCS erreichte eine Aschewolke eine Höhe von 500 m über dem Krater, was niedriger ist als das VAAC angab.

In einigen Siedlungen kam es zu schwachen Ascheregen, doch im Großen und Ganzen geht von diesen schwachen Eruptionen ein geringes Gefahrenpotenzial aus. Allerdings könnte sich das schnell ändern, denn der Vulkan ist geladen und zu größeren Eruptionen bereit. Darauf deuten verschiedene geophysikalische und geochemische Parameter hin. Hierzu gehört eine anhaltende Inflation des Vulkans, die durch aufsteigendes Magma verursacht wird, das sich unter dem Kanalon ansammelt und so den Boden anhebt. Dies geht einher mit einer erhöhten Seismizität. So wurden gestern 14 vulkanotektonische Beben registriert, die sich vor allem unter der Nordflanke des Vulkans abspielten. Der Schwefeldioxid-Ausstoß lag gestern bei 2458 Tonnen. Am Vortag wurden sogar 3300 Tonnen SO₂-Ausstoß festgestellt. Damit ist der Kanlaon derzeit der größte vulkanische Emittent an Schwefeldioxid und liegt sogar deutlich vor dem Taal, der im letzten Jahr im Durchschnitt mehr als 4000 Tonnen Schwefeldioxid ausgestoßen hat. In diesem Jahr werden am Taal nur noch ca. 10 % des Ausstoßes vom Vorjahr registriert.

Doch zurück zum Kanlaon: PHILVOLCS hält die Warnstufe „3“ (Orange) aufrecht und es gilt weiterhin eine Sperrzone mit einem Radius von 6 Kilometern um den Krater. Man warnt vor diversen Vulkangefahren, zu denen der Ausstoß größerer Aschemengen gehört, aber auch die Generierung von pyroklastischen Strömen und Laharen. Zudem gilt ein Überflugverbot, da starke Explosionen mit hoch aufsteigenden Aschewolken den Flugverkehr gefährden könnten. Mehrere Siedlungen innerhalb des Sperrgebiets wurden letztes Jahr evakuiert.

Kanalon mit Ascheemissionen am 19. März

Vulkanischer Aktivitätsbericht – Kanlaon emittierte Vulkanasche bis auf 2700 m Höhe

Der philippinische Vulkan Kanlaon ist in den letzten Wochen ruhiger geworden, doch in den vergangenen 2 Tagen emittierte er mehrmals wieder Aschewolken, die bis auf eine Höhe von 2700 m aufstiegen und zuletzt in südwestlicher Richtung geweht wurden. Das geht aus einem Update des zuständigen Observatoriums PHILVOLCS hervor. Die Vulkanologen berichten, dass es gestern zu zwei Ascheausstoßphasen kam, die 16 und 26 Minuten dauerten. Dem nicht genug, registrierte das seismische Netzwerk sechs vulkanisch bedingte Erdbeben. Sie manifestierten sich unter der Nordflanke des Vulkans, wo sich weiterhin Magma akkumuliert. Das zeigt sich nicht nur in den Erdbeben, sondern auch in einer anhaltenden Bodenhebung. Es wurden Schwefeldioxidemissionen festgestellt, die sich auf 3.257 Tonnen pro Tag beliefen. Das Gas stieg zusammen mit einer Dampfwolke auf, die eine Höhe von bis zu 200 m über dem Krater erreichte.

Die Daten deuten an, dass der Vulkan weiterhin geladen ist und jederzeit stärker eruptieren könnte. Die letzten größeren Eruptionen ereigneten sich im Dezember und Juni letzten Jahres. Es kam zu phreatomagmatischen Explosionen, die Aschewolken bis in mehr als 5000 Meter Höhe aufsteigen ließen und pyroklastische Ströme generierten. Vulkanische Blöcke und Asche fielen in einem Umkreis von mehreren Kilometern nieder. Die Behörden evakuierten nahegelegene Gemeinden, und der Flugbetrieb in der Region wurde zeitweise eingeschränkt. Die Eruptionen führten auch zu anhaltender Seismizität und erhöhter Gasemission in den folgenden Wochen.

Der Kanlaon zählt mit einer Höhe von 2465 m zu den höchsten Vulkanen der Philippinen. Zudem ist er einer der aktivsten Feuerberge des Landes. Er liegt auf der Insel Negros und gehört zum sogenannten „Pacific Ring of Fire“, einer der seismisch aktivsten Regionen der Welt. Der Stratovulkan weist einen zentralen Krater sowie mehrere Nebenkrater auf und ist für explosive Eruptionen bekannt, die oft von pyroklastischen Strömen begleitet werden.

Der Alarmstatus steht weiterhin auf „Orange“ und es gibt eine Sperrzone mit einem Durchmesser von 12 Kilometern. Zudem herrscht ein Überflugverbot.

Mayon: Lahar-Warnung ausgerufen

Warnungen vor Lahare am Vulkan Mayon

Der philippinische Vulkan Mayon liegt in der Provinz Albay auf der Insel Luzon und ist für seine fast perfekte Kegelform bekannt. Aufgrund seiner häufigen Eruptionen hinterlässt der Vulkan große Mengen an vulkanischem Material auf seinen Flanken, das durch starke Niederschläge als Lahare mobilisiert werden kann. Lahare sind schnell fließende Schlammströme aus vulkanischer Asche, Gesteinsfragmenten und Wasser, die in Flusstälern und Entwässerungsgebieten abfließen und erhebliche Schäden anrichten können.

Auf Grundlage einer Unwetterwarnung der Philippine Atmospheric Geophysical and Astronomical Services Administration wird erwartet, dass starke bis intensive Niederschläge über der Bicol-Region auftreten. Besonders betroffen ist die Provinz Albay, in der es in den kommenden Tagen zu besonders starken Regenfällen kommen kann. Diese Regenfälle können Lahare auslösen, indem sie vulkanische Sedimente in Flüssen und Entwässerungsgebieten des Mayon-Vulkans mobilisieren.

Das Philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie warnt die Anwohner in zuvor festgelegten Lahar-Zonen und gefährdeten Gebieten eindringlich und empfiehlt höchste Wachsamkeit sowie Bereitschaftsmaßnahmen. Insbesondere nach längeren Niederschlagsphasen können Lahare in den Hauptkanälen entstehen, die den Vulkan Mayon entwässern. Dies betrifft insbesondere Ablagerungen pyroklastischer Dichteströme, die während der Ausbrüche von Januar bis März 2018 sowie von Juni bis Dezember 2023 entstanden sind. Große Mengen erodierbaren Materials befinden sich in den Einzugsgebieten der Flusskanäle Mi-isi, Mabinit, Buyuan, Bonga und Basud.

Zusätzlich können ältere vulkanische Ablagerungen entlang der Ost- und Westhänge des Vulkans durch Erosion von Ufern und Kanalbetten in Bewegung gesetzt und als Lahare remobilisiert werden.

Die Vulkanologen von PHIVOLCS fordern die Bevölkerung auf, offizielle Wetter- und Gefahrenwarnungen aufmerksam zu verfolgen und sich auf mögliche Evakuierungen oder Schutzmaßnahmen vorzubereiten. Insbesondere Bewohner in tief gelegenen Gebieten und entlang der Lahar-gefährdeten Kanäle sollten besondere Vorsicht walten lassen, da Lahare ohne Vorwarnung auftreten können und eine erhebliche Gefahr für Leben und Infrastruktur darstellen.

Kanlaon emittiert Aschewolke

Ein weiterer philippinischer Vulkan ist der Kanlaon, um den es in den letzten Tagen etwas ruhiger geworden ist. Nachdem die letzten VONA-Warnungen am 15. Februar ausgegeben worden waren, kam heute eine weitere dazu. Demnach emittiert der Vulkan Aschewolken, die bis auf eine Höhe von 2700 m aufsteigen und in Richtung Südwesten driften. Gestern wurden zudem 14 vulkanotektonische Erdbeben festgestellt. Der Schwefeldioxid-Ausstoß reduzierte sich von sehr hohen Werten auf immer noch hohe 1700 Tonnen am Tag. Generell hat die Aktivität des Vulkans nachgelassen, obgleich ein größerer Ausbruch erwartet wurde.

Taal Vulkan mit fluktuierenden Werten

Vom Taal gibt es widersprüchliche Werte. Neue geochemische und geophysikalische Messungen, die am 19. Februar durchgeführt wurden, ergaben, dass sich der pH-Wert im Kratersee von Volcano Island von 0,2 auf 0,3 verringert hat, das Wasser also etwas weniger sauer ist. Gleichzeitig stieg die Temperatur um fast 1 Grad auf 71,3 Grad an. Am auffallendsten ist, dass der Vulkan seit Januar nur noch einen Bruchteil der Schwefeldioxid-Emissionen ausstößt, verglichen mit den Werten vor wenigen Wochen. Gestern waren es nur 783 Tonnen am Tag. Zu Spitzenzeiten im letzten Jahr war es zehnmal so viel, was für einen Vulkan in diesem Aktivitätsstadium eher untypisch war. Die aktuellen Werte erscheinen hingegen plausibler.

Taal: Zwei phreatische Eruptionen

Phreatische Eruptionen am Taal- Schwefeldioxid-Ausstoß ungewöhnlich niedrig

Der philippinische Taal-Vulkan ist wieder aktiver geworden und produzierte innerhalb von 12 Stunden 2 kleine phreatische Eruptionen. Wie üblich gingen sie vom Kratersee auf Volcano Island aus und erzeugten Dampfwolken, die mehrere hundert Meter über Kraterhöhe aufstiegen. Livecamaufnahmen vom Calderrand aus zeigen diese Dampfwolken. Die Kamera, die früher einmal auf dem Kraterrand von Volcano Island stand, scheint leider keine Bilder mehr zu liefern, so dass evtl. aufsteigende Schlammfontänen verborgen bleiben.

Die erste Eruption manifestierte sich am Abend des 15. Februar um 21:42 Uhr Ortszeit und dauerte 4 Minuten. Die Dampfwolke erreichte eine Höhe von 900 m. Die zweite Eruption wurde heute Morgen um 08:20 Uhr gesichtet. Die Eruptionswolke erreichte ebenfalls 900 m Höhe. Tatsächlich brachte das VAAC Tokio zur ersten Eruption eine VONA-Warnung heraus, nach der eine Eruptionswolke, die vermutlich dann auch Asche enthielt, bis auf 1200 m Höhe aufgestiegen war und nach Südwesten driftete. Es könnte sich sogar um eine phreatomagmatische Eruption gehandelt haben. Es war die 2. VONA-Meldung zum Taal in diesem Jahr.

Die dampfgetriebenen Explosionen passen nicht wirklich zu den restlichen geophysikalischen Daten des Vulkans. Tatsächlich ist der Schwefeldioxidausstoß so niedrig wie seit Beginn der Eruptionsphase im Jahr 2020 nicht mehr. In den letzten Tagen wurde ein täglicher Ausstoß von ca. 440 Tonnen gemessen. Das sind etwa 10 % des täglichen Durchschnitts vom letzten Jahr. Zudem hat die Wassertemperatur des Kratersees etwas abgenommen und es werden weniger Erdbeben registriert. Allerdings gab es gestern drei Tremorphasen, die wohl anzeigten, dass sich Fluide im Untergrund bewegten, die rauswollten. Die Inflation unter der Südwestflanke von Volcano Island hält an.

Gerade der deutlich niedrigere Schwefeldioxid-Ausstoß deutet auf einen Aktivitätsrückgang hin, wobei ungeklärt bleibt, wieso der Vulkan ohne Eruption früher so viel Gas ausstieß wie sonst ein Vulkan, der in Eruption begriffen ist, und warum sich die Werte in den letzten Wochen so drastisch bei anhaltender Inflation reduzierten. Natürlich ist es auch denkbar, dass die Messwerte jetzt oder damals nicht korrekt sind.

Kanlaon bleibt Anfang Februar aktiv

Kanlaon stößt Asche und große Mengen Schwefeldioxid aus – Nächtliche Rotglut observiert

Auf der philippinischen Insel Negros bleibt der Kanlaon auch Anfang Februar weiter aktiv. Mehrmals am Tag kommt es zu Ascheemissionen, die mehrere hundert Meter über Kraterhöhe aufsteigen. Teilweise lösen sie beim VAAC Tokio VONA-Warnungen für den Flugverkehr aus. Seit gestern geschah das vier Mal. Gestern wurden zwei Ascheemissionen gemeldet, die bis zu 4 Minuten dauerten. Außerdem wurden mehr als 4300 Tonnen Schwefeldioxid ausgestoßen. Es gab 11 vulkanisch bedingte Erdbeben. Darunter befanden sich 2 Tremorphasen, die mit den Ascheemissionen einhergingen. Der Vulkan gilt als aufgebläht, da im Magmakörper immer noch viel Schmelze gespeichert ist.

Auf länger belichteten Nachtaufnahmen, die in den sozialen Medien geteilt wurden, erkennt man eine rot illuminierte Gaswolke über dem Krater stehen. Offenbar steht glühende Lava im Förderschlot. Theoretisch betrachtet könnte es jederzeit zu einer größeren Eruption kommen, die wahrscheinlich explosiv ablaufen würde und das Potenzial hat, pyroklastische Ströme zu generieren. Zudem besteht die latente Gefahr, dass starke Regenfälle Lahare auslösen, die sich entlang von Flussläufen und Schluchten ausbreiten.

Um den Kanlaon-Krater wurde eine Sperrzone etabliert. Sie hat einen Radius von 6 Kilometern. Sie reicht bis in besiedeltes Gebiet, das bereits vor Monaten evakuiert wurde. Die Geflüchteten leben unter einfachen Bedingungen in einem Flüchtlingscamp, sofern sie nicht bei Freunden und Verwandten untergekommen sind.

Wann die Geflüchteten in ihre Häuser zurückkehren können, ist unklar. Die Aktivität des Vulkans fluktuiert und ist in den letzten Tagen etwas schwächer als zuvor, doch Entwarnung kann noch nicht gegeben werden. Die anhaltenden VT-Erdbeben deuten darauf hin, dass weiteres Magma aufsteigt und sich die Aktivität verstärken könnte.

Verringerung von Gasausstoß und Kraterseetemperatur am Taal

Am Taal-Vulkan auf der Insel Luzon sieht es hingegen nach einer leichten Entspannung der Situation aus. Der Schwefeldioxid-Ausstoß ist in den letzten Wochen deutlich zurückgegangen und liegt aktuell bei weniger als 1000 Tonnen am Tag. Tatsächlich wurde am 30. Januar wieder die Wassertemperatur des Kratersees auf Volcano Island gemessen: Sie verringerte sich gegenüber der letzten Messung vor einem Jahr um 2 Grad. Es sieht so aus, als wäre der Wärmeflux aus der Tiefe geringer geworden.

Kanlaon mit gesteigerte Aktivität am 25.01.25

Kanlaon steigerte Anzahl und Stärke der Ascheemissionen – Seismizität erhöht

Auf der philippinischen Insel Negros zeigte sich der Vulkan Kanlaon gestern von seiner besonders aktiven Seite und erzeugte laut PHILVOLCS 14 Ascheemissionen, die zwischen 2 und 65 Minuten andauerten. Neun dieser Emissionen waren so stark, dass sie in den Fokus des VAAC Tokio gerieten und dort VONA-Warnungen auslösten. In den Warnungen für den Flugverkehr heißt es, dass die Asche bis auf eine Höhe von 3400 Metern aufstieg und in südwestlicher Richtung driftete. Die Aschewolken zogen dabei über Siedlungen hinweg, und in der Nähe des Vulkans kam es zu leichtem Ascheniederschlag, von dem besonders die Orte Yubo und La Carlota City betroffen waren. Geoforscher und der Katastrophenschutz empfahlen den Anwohnern, im Freien Staubschutzmasken zu tragen. Empfindlichen Personen wurde geraten, Aufenthalte im Freien zu vermeiden und ihre Wohnungen möglichst nicht zu verlassen.

Die erhöhte eruptive Tätigkeit ging einher mit einer ebenfalls gesteigerten Seismizität. Während am 24. Januar lediglich 15 Erschütterungen aufgezeichnet wurden, waren es gestern 35 seismische Signale. Darin enthalten waren 11 Tremorphasen, die bis zu 38 Minuten andauerten. Die Beben verteilten sich über den gesamten Bereich des Vulkans, mit einer leichten Konzentration in einem Areal südöstlich des Kraters. Der Schwefeldioxidausstoß belief sich auf 2400 Tonnen pro Tag.

Die Vulkanhänge versteilen sich weiter, und der Kanlaon gilt als aufgebläht. Die geophysikalischen Parameter zeigen, dass der Vulkan zu einer größeren Eruption bereit ist, bei der auch pyroklastische Ströme entstehen könnten. Im Extremfall könnten diese weite Strecken zurücklegen und auch über die Sperrzone (s.u.) hinaus gefährlich werden.

Der Alarmstatus des Kanlaon steht weiterhin auf „Orange“, und es gibt eine Sperrzone mit einem 6-Kilometer-Radius um den Krater, die zugleich Evakuierungszone ist. Alle Anwohner in diesem Bereich mussten ihre Häuser verlassen: Wer nicht bei Freunden oder Verwandten untergekommen ist, lebt seitdem in einem Flüchtlingscamp. Luftfahrzeugen ist ein Überfliegen des Vulkans nicht gestattet.


Taal mit geringem Gasausstoß

Der Taal ist ein weiterer aktiver Vulkan der Philippinen, der das Potenzial zu weitaus stärkeren Eruptionen hat, als man sie am Kanlaon erwarten kann. Der Taal war in den letzten Jahren für seinen sehr hohen Schwefeldioxid-Ausstoß bekannt, der im Schnitt bei über 4000 Tonnen pro Tag lag. In den letzten Wochen reduzierte sich der Gasausstoß. Gestern wurden weniger als 1000 Tonnen Schwefeldioxid registriert. Entweder hat sich unter dem Vulkan etwas verändert, oder das Fördersystem ist blockiert, sodass das Gas nicht ungehindert entweichen kann. In diesem Fall muss man mit phreatischen Eruptionen rechnen.