Erdbeben-News am 27.05.23: Tokio

Erdbeben Mw 6,1 bei Tokio

Datum 26.05.23 | Zeit: 10:03:24 UTC | 35.57 N ; 140.52 E | Tiefe: 46 km | Mw 6,1

Gestern Vormittag manifestierte sich im Großraum der japanischen Hauptstadt Tokio ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,1. Da das Hypozentrum in 46 km Tiefe lag, waren die oberflächlichen Auswirkungen des Erdstoßes aber geringer als man anhand der Magnitude hätte meinen können. Trotzdem wurde der Erdstoß von den Anwohner der Metropolregion deutlich wahrgenommen. In den Medien wird darüber berichtet, dass Hochhäuser schwankten, Berichte über nennenswerte Schäden liegen nicht vor, dennoch könnte es zu kleineren Schäden an der Infrastruktur nahe dem Epizentrum gekommen sein. Dieses befand sich ca. 40 km von Tokio entfernt, kurz vor der Küste der Insel Honshū und wurde vom EMSC 14 km ost-nordöstlich von Tōgane lokalisiert.

In den letzten Wochen ereigneten sich auffallen viele moderate bis starke Erdbeben in der Region. wie schon bei einer früheren Gelegenheit geschrieben, liegt Tokio tektonisch besonders ungünstig, denn vor der Bucht von Tokio treffen gleich drei tektonische Plattengrenzen aufeinander. Erdbeben in größeren Tiefen könnten sich aber auch an einem Stück subduzierter ozeanischer Erdkruste ereignen, die sich vor Tokio in der Asthenosphäre befindet und dort aufs Recycling wartet. Offenbar steht die Erdkruste in der Region unter großen Spannungen, die sich nun in mehreren Erdbeben ereignen, die zwar schon eine recht hohe Intensität haben, aber noch keine größeren Schäden verursachten. Das dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass die Baustandards der Region hoch sind und neue Gebäude erdbebensicher gebaut werden. Dennoch könnten sich Erdbeben mit Magnituden größer 7 manifestieren, bei denen dann Schäden entstehen.

Ein Starkbeben kann sich jederzeit ereignen und schwebt wie ein Damoklesschwert über Tokio. Sollten im Extremfall große Schäden in einem der globalen Finanzzentren entstehen, wird ein Kollaps der Börse befürchtet. Ob die Gefahr dafür nun größer ist als sonst, lässt sich kontrovers Diskutieren: einerseits scheinen große Spannungen in der Erdkruste zu bestehen, andererseits entladen sie sich momentan in Erdbeben noch vertretbarer Magnituden, so dass sich die Wahrscheinlichkeit für ein Starkbeben reduzieren könnte. Im Endeffekt lassen sich aber keine Prognosen treffen, ob- und wann so ein Megabeben auftreten wird.


Weitere Erdbebenmeldungen:

Tonga: Erdstoß Mw 6,0

Datum 27.05.23 | Zeit: 00:11:01 UTC | 18.43 S ; 175.25 W | Tiefe:  219 km | Mw 6,1

Heute Nacht bebte es in der Region des Tonga-Archipels mit einer Magnitude von 6,0. Das Hypozentrum befand sich in 219 km Tiefe und damit im Erdmantel. Das Epizentrum wurde 136 km westlich von Neiafu lokalisiert.


Yellowstone: Erdstoß ML 2,8

Datum 26.05.23 | Zeit: 05:40:15 UTC | 44.78 N ; 110.80 W | Tiefe:  8 km | ML 2,8

Einen leichten Erdstoß gab es gestern im Nordwesten des Yellowstone-Nationalparks. Das Beben der Magnitude 2,8 wurde 27 km nordöstlich von West Yellowstone lokalisiert und lag in einer Tiefe von 8 km.


Island mit Schwarmbeben

Das Schwarmbeben an der Tjörnes-Fracture-Zone nördlich von Island hält weiter an. IMO registrierte in den letzten 2 Tagen 99 Erdstöße. Elf hatten Magnituden im 2er-Bereich. Auch auf Reykjanes gab es einige Erdbeben.


Über Pfingsten werde ich mit Leroy am Ätna unterwegs sein. Daher wird vulkane.net nicht so regelmäßig wie gewohnt aktualisiert werden. Ich wünsche allen Lesern ein paar schöne freie Tage.

Erdbebenserie vor Japan – News am 15.05.23

Erdbeben erschüttern Izu-Inseln vor der Bucht von Tokio

Datum 15.05.23 | Zeit: 10:11:34 UTC | 33.39 N ; 139.36 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,6

Gestern kam es zu mehreren moderaten-starken Erdbeben im Bereich des Izu-Archipel, das einige hundert Kilometer südlich der Bucht von Tokio liegt. Das stärkste Erdbeben hatte eine Magnitude von 5,6 und ein Hypozentrum in 10 Kilometer Tiefe. Das Epizentrum wurde 148 km südsüdöstlich von Shimoda verortet. Die Bebenserie bestand aus 11 Erschütterungen, von denen sieben Magnituden im 5er-Bereich hatten. Das Archipel liegt an der tektonischen Grenze zwischen der Pazifischen- und Ochotskplatte, die der Nordamerikanischen Platte vorgelagert ist. Vor der Bucht von Tokio treffen diese auf die Eurasische Platte und bilden dort eine Dreierkreuzung, an der es erst in der letzten Woche vergleichbare Erdbeben gegeben hatte. Sie wurden in der Hauptstadt deutlich wahrgenommen. Diesmal liegen dem EMSC keine Wahrnehmungsmeldungen vor, obwohl die meisten Inseln des Archipels bewohnt sind und sogar von Touristen besucht werden. Aber wahrscheinlich hielt sich dort niemand auf, dem das EMSC bekannt gewesen wäre.

Die Izu-Inseln sind vulkanischen Ursprungs und selbst auf der größten Insel gibt es einen als aktiv eingestuften Vulkan: der Mihara ist als Wandergebiet erschlossen. Der Vulkan erinnert mich ein wenig an Vulcano auf den Liparischen Inseln, brach im letzten Jahrhundert aber deutlich öfters aus. Bis 1990 wurden 38 Eruptionsphasen gemeldet. Die stärksten Ausbrüche brachten es dabei auf einen VEI 2. Seit 1990 schweigt der Vulkan allerdings. Die letzten Tätigkeitsberichte stammen aus den Jahren 2011/11, als eine Magmenintrusion für Bodenhebung sorgte. Der Mihara liegt auf der Insel Oshima, die sich allerdings deutlich näher an Tokio befindet, als an den Epizentren der Erdbebenserie. Von diesen liegt sie gut 170 Kilometer entfernt. Allerdings immer noch im Wirkungskreis der Erschütterungen, auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass diese Erdbebenserie einen Ausbruch des Vulkans verursacht. Wesentlich näher am Epizentrum liegt der Vulkan Hachijo-jima, der ebenfalls auf die Erschütterungen reagieren könnte, wenn er denn geladen ist.

Erdbeben-News 05.05.23: Honshu

Erdbeben Mw 6,2 erschüttert japanische Insel Honshu

Datum 05.05.23 | Zeit: 05:42:04 UTC | 37.58 N ; 137.29 E | Tiefe: 10 km | Mw 6,2

Heute Morgen ereignete sich nahe der Westküste der japanischen Insel Honshu ein starkes Erdbeben der Moment-Magnitude 6,2. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 52 km nordnordöstlich von Anamizu verortet. Im Ort der Präfektur Ishikawa leben 17.800 Menschen.

Das Erdbeben wurde in einem großen Umkreis deutlich gespürt und jagte vielen Menschen einen ordentlichen Schreck ein. Für einige Betroffene blieb es aber leider nicht beim Schrecken, denn in der Nähe des Epizentrums stürzten mindestens drei Gebäude ein. Mehrere Häuser wurden beschädigt. Es kam zu einem Todesopfer. Hierbei handelt es sich um einen Mann, der wegen des Erdbebens von einer Leiter stürzte. Größere Stromausfälle wurden nicht gemeldet, allerdings kam es zur Unterbrechung einiger Zugverbindungen. Betroffen waren u.a. der Hokuriku Shinkansen zwischen den Bahnhöfen Nagano und Kanazawa, teilte die West Japan Railway mit. Inzwischen läuft der Bahnverkehr wieder ungestört.

Wie die Japanische Meteorologische Agentur berichtete, gab es keinen Tsunami, aber die Wissenschaftler bestätigten, dass sich der Meeresspiegel in der Präfektur um etwa 10 Zentimeter verändert hat.

Die Tokyo Electric Power Company Holdings meldete keine Schäden im Kernkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa in der Präfektur Niigata. Das Gleiche gilt auch für Hokuriku Electric Power die in der Präfektur Ishikawa das Kernkraftwerk Shika betreibt. Trotz der Atomkatastrophe von Fukushima, die im Jahr 2011 von einem Tsunami verursacht wurde, der von einem starken Erdbeben ausgelöst wurde, hält Japan weiter an der Atomkraft fest.

Relativ flach gelegene Erdbeben in der Japan-See westlich des Archipels sind vergleichsweise selten, denn die großen Subduktionszonen, die für die meisten Beben in Japan verantwortlich sind, liegen ca. 250 km östlich der Inseln. Der aktuelle Erdstoß ereignete sich an einer Störung, die mit der Grenze zwischen der Amur-Platte und der Ochotsk-Platte assoziiert ist. Diese beiden relativ kleinen Platten befinden sich zwischen der Pazifischen Platte und der Eurasischen Platte und sind zwischen diesen, wie in einem Schraubstock eingespannt.

Erdbeben-News 03.05.23: Japan

Erdbeben Mw 5,6 im Ryukyu-Archipel

Datum 01.05.23 | Zeit: 03:22:12 UTC | 26.10 N ; 128.51 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,9

Das stärkste Erdbeben seit meinem letzten Update am 1. Mai manifestierte sich ganz im Süden des japanischen Archipels. Es hatte eine Moment-Magnitude von 5,6 und ein Hypozentrum in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 75 km östlich von Okinawa lokalisiert. Insgesamt gab es innerhalb weniger Stunden fünf Erdbeben mit Magnituden im 5er-Bereich. Zudem ereigneten sich mehrere Nachbeben, sodass auf der Shakemap ein schöner Cluster zu sehen ist. Interessanterweise begann der nahe gelegene Inselvulkan Suwanose-jima einige Stunden später mit neuen Eruptionen, nachdem er drei Tage lang ruhig gewesen war.

Die Erdbeben sind mit der Subduktion am Okinawa-Graben (auch Ryukyu-Graben genannt) assoziiert. Hierbei handelt es sich um einen gut 1000 Kilometer langen Tiefseegraben, der parallel zum Ryukyu-Archipel verläuft. Der Graben reicht von der Südspitze der Insel Kyushu, wo der Vulkan Sakurajima liegt, bis zur Nordküste von Taiwan. Das Ryukyu-Archipel bildet einen vulkanischen Inselbogen hinter dem Tiefseegraben, an dem die Philippinische Platte unter die Yangtse-Platte schiebt, die dem Eurasischen Kontinent vorgelagert ist. Im Erdmantel wird die abtauchende Platte aufgeschmolzen. Ein Teil der so entstandenen Gesteinsschmelze steigt hinter der Subduktionszone auf und wird an den Inselvulkanen eruptiert. Hinter dem Archipel bildete sich ein Back-Arc-Riftingbecken. Das divergente Rift liegt westlich des Grabens, so dass zwischen diesen beiden unterschiedlichen Verwerfungszonen eine Mikroplatte entstanden ist: die Okinawa-Platte. Durch die Divergenz am Rift entsteht im Süden der Okinawa-Platte eine entgegengesetzte Bewegung, sodass die Okinawa-Platte dort unter die Philippinenplatte geschoben werden könnte.

Erdbeben sind im Bereich von Okinawa keine Seltenheit. In der Vergangenheit richteten vergleichbar starke Erdbeben leichte Gebäudeschäden an und verursachten Stromausfälle. Im Jahr 1771 manifestierte sich weiter südlich das Starkbeben von Yaeyama, das nicht nur große Zerstörungen verursachte, sondern auch einen verheerenden Tsunami. Es spricht nichts dagegen, dass sich ähnliche Ereignisse auf weiter nördlich ereignen könnten.


Weitere Erdbebenmeldungen:

China: Erdbeben MW 5,3

Datum 02.05.23 | Zeit: 15:27:25 UTC | 25.44 N ; 99.33 E | Tiefe: 19 km | Mw 5,3

Gestern manifestierte sich im Osten Chinas ein Erdbeben der Magnitude 5,3. Der Erdbebenherd lag in 19 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 20 km west-südwestlich von Bonan lokalisiert.


Panama: Erdbeben Mw 5,1

Datum 03.05.23 | Zeit: 02:12:30 UTC | 9.42 N ; 78.62 W | Tiefe: 80 km | Mw 5,1

Heute bebte es an der Nordküste des lateinamerikanischen Staates Panama mit einer Magnitude von 5,1. Das Hypozentrum wurde in einer Tiefe von 80 km ausgemacht. Das Epizentrum wurde 5 km südwestlich von Narganá verortet.


Italien: Erdbeben ML 3,0 nahe Stromboli

Datum 03.05.23 | Zeit: 02:53:56 UTC |  38.86 N ; 15.29 E | Tiefe: 274 km | Mw 5,1

In Süditalien gab es heute Nacht einen Erdstoß der Magnitude 3,0. Das Hypozentrum lag in 274 km Tiefe und damit im Grenzbereich Asthenosphäre-Erdmantel. Das Epizentrum wurde 56 km westlich von Tropea verortet. Auf der Karte sieht man, dass sich das Beben ca. 8 km vor der Nordostküste der Vulkaninsel Stromboli ereignete.

Erdbeben-News 28.03.23: Japan

Erdbeben Mw 6,0 vor Nordküste vor Südküste von Hokkaido

Datum 28.03.23 | Zeit: 09:18:29 UTC | 41.19 N ; 142.77 E | Tiefe: 40 km | Mw 6,0

Vor der Südküste der japanischen Nordinsel Hokkaido bebte es mit einer Magnitude von 6,0. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 40 km. Aufgrund der Tiefe des Erdbebenherds wurde kein Tsunami-Alarm gegeben. Das Epizentrum wurde 107 km südlich von Urakawa verortet. Südlich von Hokkaido ist gleichbedeutend mit nördlich von Honshu. Das Beben manifestierte sich am östlichen Eingang zur Tsugaru-Strait, der Meerenge zwischen den beiden Inseln. In der Region hatte es letzte Woche bereits ein vergleichbares Erdbeben gegeben. Die Beben stehen im Zusammenhang mit der Subduktion der pazifischen Platte unter Japan, das dem asiatischen Kontinent vorgelagert ist. Die Subduktion erfolgt hier am Japan-Graben, einer Tiefseerinne, die bis zu 8410 m tief ist. Die Tiefe des Erdbebenherds deutet an, dass sich der Erdstoß an einem bereits subduzierten Stück pazifischer Platte ereignete, das bis in die Asthenosphäre abgetaucht ist. So lag das Epizentrum auch hinter der Subduktionszone, welche selbst nicht direkt am Beben beteiligt war.

Auf Hokkaido und auf Honshu gibt es Vulkane, die als aktiv eingestuft werden. Einer dieser Vulkane auf der Nordinsel ist der Usu, der 733 m hoch aus der Tōya-Caldera emporwuchs. Große plinianische Eruptionen ereigneten sich in den Jahren 1663 und 1853. einem Ausbruch im Jahr 1910 gingen 6 Tage lang spürbare Erdbeben voraus, die wohl mit Magmenaufstieg in Verbindung standen. Das aktuelle Erdbeben fällt nicht in die Kategorie Precursor, könnte aber dennoch in einem Umkreis von 1000 km liegende, geladene Vulkane zu einer Eruption anregen. Die letzte Eruption des Usu ereignete sich im Jahr 2000. Damals gab es starke phreatomagmatische Explosionen.

Wer sich von den Gedanken nicht abschrecken lässt, der kann übrigens in den heißen Quellen der Tōya-Caldera baden gehen. Dort gibt es bekannte Onsen.

Zusammenfassung:

  • Ein Erdbeben Mw 6,0 erschütterte Hokkaido.
  • Aufgrund der Tiefe des Hypozentrums bestand keine Tsunami-Gefahr.
  • In der Nähe des Epizentrums liegt der Vulkan Usu.

Erdbeben-News 05.02.23: PNG

Papua-Neuguinea: Erdbeben MW 5,9

Datum: 04.02.23 | Zeit: 12:22:37 UTC | 6.36 S ; 146.25 E | Tiefe: 100 km | Mw 5,9

Das stärkste Erdbeben der letzten Stunden ereignete sich im Nordosten der Hauptinsel von Papua Neuguinea. Es hatte einen Erdbebenherd in 100 km Tiefe und ein Epizentrum, das 43 km östlich von Kainantu festgestellt wurde. Dem EMSC liegen Wahrnehmungsmeldungen vor. In der Nähe liegen mehrere aktive Vulkane. Zu ihnen zählen Mount Giluwe, Manam und Kadovar. Die letzten beiden Vulkane eruptierten in den letzten Monaten sporadisch. Eine Meldung vom Kadovar gab es erst im Januar, als der Inselvulkan eine Aschewolke ausspie.

Tektonische Situation im Gebiet des Epizentrums

Die tektonische Situation in Papua Neuguinea ist komplex und dementsprechend zählt das Land zu den erdbebengefährdetsten Regionen der Erde. PNG liegt auf der Plattengrenze zwischen dem Pazifik und Indoaustralien. Generell wird die ozeanische Platte unter der kontinentalen Platte subduziert und die Tiefe des Hypozentrums des aktuellen Erdbebens deutet darauf hin, dass sich der Erdstoß an einem Stück subduzierter Platte ereignete, die bis in die Asthenosphäre abgetaucht ist. Allerdings liegt das Epizentrum im Bereich des Schnittpunktes zweier Störungszonen. Bei diesen handelt es sich um die Ramu-Markham-Störungszone und den Aure Fold-and-Thrust Gürtel. Daher ist es auch möglich, dass das Beben direkt mit den Bewegungen entlang dieser Störungszonen stand. Interpretationsversuche der Beben in diesem Bereich sind generell schwierig, da nicht nur die beiden großen Erdkrustenplatten des Pazifiks und Indoaustraliens kollidieren, sondern weil hier an den Plattenbewegungen mehrere Mikroplatten beteiligt sind. So sind der Aure-Moresby-Faltenthrust-Gürtel und das Aure-Moresby-Vorlandbecken das Ergebnis einer großräumigen, gegen den Uhrzeigersinn gerichteten Rotation der 355.000 km2 großen Woodlark-Mikroplatte. Diese Rotation begann bereits im Miozän und dauert bis heute an.


Erdbeben Mw 5,8 erschüttert japanische Inselgruppe

Datum: 05.02.23 | Zeit: 00:03:20 UTC | 32.70 N ; 141.68 E | Tiefe: 10 km | Mw 5,8

Das japanische Izu-Archipel wurde von einem Erdbeben der Magnitude 5,8 erschüttert. Das Hypozentrum befand sich in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 304 km südöstlich von Tateyama erschüttert. Die vulkanische Inselgruppe südlich der japanischen Hauptstadt erstreckt sich über eine Länge von mehr als 1000 km und beherbergt mehrere Unterwasservulkane, von denen zwei in diesem Monat in den Schlagzeilen standen. Außerdem ist mit dem Nishinoshima ein junger Inselvulkan aktiv.


Chile: Erdstoß Mw 5,5

Datum: 05.02.23 | Zeit: 01:02:45 UTC | 29.65 S ; 71.12 W | Tiefe: 60 km | Mw 5,5

Ein Erdbeben der Magnitude 5,5 ereignete sich in Chile. Es hatte einen Erdbebenherd in 60 km Tiefe und ein Epizentrum, das 40 km nord-nordöstlich von Coquimbo verortet wurde. Der Ort liegt an der Küste in relativer Nähe zu Valparaiso, das für seine Starkbeben berüchtigt ist. Das Epizentrum des Bebens befand sich nicht direkt an der Küste, sondern ein wenig landeinwärts. In der Region gibt es aktuell zahlreiche Erschütterungen.


Campi Flegrei: Erdbeben Md 3,0

Datum: 05.02.23 | Zeit: 00:45:36 UTC | 40.80 N ; 14.11 E | Tiefe: 4 km | Md 3,0

Heute Nacht manifestierte sich unter den Phlegräischen Feldern ein Erdbeben der Magnitude 3,0. Der Erdbebenherd lag in nur 4 km Tiefe. das Epizentrum befand sich im Golf von Pozzuoli und wurde vom EMSC 15 km südwestlich von Neapel verortet. Erst gestern hatte ich einen kleinen Erdbebenschwarm unter der Solfatara gemeldet.

Erdbeben News 16.01.23: Indonesien

Starkes Erdbeben Mw 6,1 erschüttert indonesischen Insel Sumatra

Datum: 15.01.23 | Zeit: 22:30:05 UTC | 2.14 N ; 97.97 E | Tiefe: 80 km |  Mw 6,1

Vor der Südwestküste Sumatras ereignete sich gestern Abend ein Erdbeben der Magnitude 6,1. Der Erdbebenherd befand sich in 80 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 26 km ost-südöstlich von Singkil und lag damit im Norden der Insel. Der Erdstoß wurde sogar noch in Medan gespürt. Zwischen der Stadt am gegenüberliegenden Ende der Insel und dem Epizentrum liegen die große Toba-Caldera und der kleinere Vulkan Sinabung, um den es in den letzten Jahren ruhiger geworden ist. Theoretisch könnte das Erdbeben die Aktivität der Vulkane beeinflussen. Dass eine Eruption der Caldera getriggert wird, ist sehr unwahrscheinlich, aber einer der kleineren Vulkane könnte durchaus reagieren.


Japan: Erdbeben Mw 6,3 bei den Bonin-Inseln

Datum: 16.01.23 | Zeit: 04:49:54 UTC | 2.14 N ; 97.97 E | Tiefe: 429 km |  Mw 6,3

Noch ein starkes Erdbeben erschütterte heute eine vulkanische aktive Region. Die Rede ist vom Bonin-Archipel, das ca. 1000 km südlich von Tokio liegt. Dort gibt es kleine Vulkaninseln wie Nishinoshima. Dieser Inselvulkan war zuletzt 2022 aktiv. Das Beben hatte eine Magnitude von 6,3 und ein Hypozentrum, das in 429 km Tiefe ausgemacht wurde. Genaugenommen handelt es sich bei dem Erdstoß um ein Mantelbeben. Das Epizentrum wurde 600 km südöstlich von Kushimoto lokalisiert.

Anmerkung: Das Beben wurde neu verortet und wird nun bei den Izu-Inseln angesiedelt.


Guatemala mit Erdbeben Mw 5,2

Datum: 15.01.23 | Zeit: 23:07:58 UTC | 14.27 N ; 89.55 W | Tiefe: 10 km |  Mw 5,2

Im Südosten Guatemalas und nahe der Grenze zu El Salvador ereigneten sich zwei Erdbeben Mw 5,2 und Mw 5,0. Das stärkere Erdbeben hatte ein Hypozentrum in 10 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 13 km südwestlich von Metapán in El Salvador. Es gab zahlreiche Nachbeben, sodass ein schöner Cluster entstanden ist.

Erdbeben Mw 6,1 vor Japan

Tiefenbeben vor der Küste von Honshu

Datum: 14.11.22 | Zeit: 08:08:26 UTC | 33.84 N ; 137.24 E | Tiefe: 352 km | Mw 6,1

Vor der Küste der japanischen Insel Honshu gab es ein Erdbeben der Magnitude 6,1. Das Hypozentrum lag in 352 km Tiefe und damit bereits im Erdmantel. Das Epizentrum wurde 87 km Südöstlich von  Ise verortet. Trotz der großen Tiefe wurde der Erdstoß selbst im 270 km entfernten Zushi wahrgenommen. Entsprechende Meldungen liegen beim EMSC vor.


Weiteres Tiefenbeben Mw 6,1 südlich Fidschi

Datum: 14.11.22 | Zeit: 05:04:12 UTC | 26.05 S ; 178.20 E | Tiefe: 631 km | Mw 6,1

Südlich von Fidschi ereignete sich ein weiteres Tiefenbeben. Auch diese Erschütterung hatte eine Magnitude von 6,1. Das Hypozentrum lag hier sogar 632 km tief. Das Epizentrum befand sich 866 km südwestlich von Nuku‘alofa (Tonga).


Erdbeben Mb 5,1 am Reykjanes Ridge

Datum: 14.11.22 | Zeit: 01:11:20 UTC | 54.02 N ; 35.55 W | Tiefe: 10 km | Mb 5,1

Am Mitteatlantischen Reykjanes-Ridge gab es ein Erdbeben der Magnitude 5,1. Der Erdbebenherd lag 10 km tief. Das Epizentrum wurde 896 km südöstlich von Nanortalik (Grönland) festgestellt. Bis Reykjavik waren es 1363 km. Auf Island selbst ist die Seismizität deutlich geringer als es in den letzten Wochen der Fall war.

Erdbeben-News 01.10.22: Japan

Erdbeben Mw 5,7 erschüttert Kyushu

Datum: 01.10.22 | Zeit: 15:02:33 UTC | Lokation: 31.36 N ; 131.36 E | Tiefe: 40 km | Mw 5,7

Vor der Ostküste der japanischen Insel Kyushu kam es zu einem Erdbeben der Magnitude Mw 5,7. Das Hypozentrum lag 40 km tief. Das Epizentrum wurden 27 km südlich von Nichinan lokalisiert. Das Beben manifestierte sich gut 60 km vom Vulkan Sakurajima entfernt. Es ist nicht auszuschließen, dass er mit einer Eruptionsserie reagieren wird.