Erdbeben-News 01.05.21: Japan

In den Erdbeben-Nachrichten vom 01. Mai geht es um eine starke Erschütterung vor der Küste von Honshu. Im Indischen Ozean bebte es mit einer Magnitude von 5,5. Bei den neuseeländischen Kermadec-Inseln bebte es wieder moderat.

Japan: Erdbeben Mw 6,8

Datum: 01.05.2021| Zeit: 01:27:28 UTC | Lokation: 38.24 N ; 141.68 E | Tiefe: 60 km | Mw: 6,8

Vor der Küste der japanischen Insel Honshu bebte es mit einer Magnitude von 6,8. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 60 km. Das Epizentrum wurde 39 km ost-süd-östlich von Ishinomaki lokalisiert. Damit lag es in der bekannten Erdbebenregion von Sendai-Fukushima, wo es nach einem Starkbeben im Jahr 2011 zur Havarie des Atomkraftwerkes kam. Tepco, der Betreiber der Anlage, die immer noch mit Waser gekühlt werden muss, hat letztens seine Pläne verkündet, gut 1,4 Millionen Kubikmeter radioaktiv verseuchtes Kühlwasser im Pazifik zu entsorgen.

Auf Videos ist zu sehen, wie das aktuelle Erdbeben Lichtmasten zum Schwanken brachte. Größere Schäden wurden offenbar nicht verursacht, was auch der recht großen Tiefe des Erdbebenherdes geschuldet sein dürfte.

 

Auf der Shakemap des EMSC ist auch ein weiteren Beben markiert, dass das Festland von Honshu heimsuchte. Dieses Beben hatte eine Magnitude von 4,5.

Indischer Ozean: Erdbeben Mw 5,5

Datum: 30.04.2021| Zeit: 21:49:41 UTC | Lokation: 40.83 S ; 78.55 E | Tiefe: 33 km | Mw: 5,5

Der Mittelozeanische Rücken zwischen Australien, Afrika und der Antarktis wurde von einem Erdbeben der Magnitude 5,5 erschüttert. Die Tiefe des Hypozentrums betrug 33 km. Das Epizentrum wurde 3031 km ost-süd-östlich von Vacoas (Mauritius) verortet.

Kermadec: Erdbeben Mb 5,5

Datum: 30.04.2021| Zeit: 02:06:15 UTC | Lokation: 29.82 S ; 177.60 W | Tiefe: 30 km | Mb: 5,5

In der Erdbebenregion am Tonga-Graben manifestierte sich ein weiteres Beben: es hatte die Magnitude 5,5 und lag in einer Tiefe von 30 km. Das Epizentrum befand sich 990 km südlich von Vaini auf Tonga. Hier gibt es sehr oft vergleichbare Erdbeben.

Erdbeben-Nachrichten 18.04.21: Iran, Japan

Die Erdbeben-Nachrichten befassen sich am Sonntag mit 5 Erdstößen mit Magnituden über 5. Der Stärkste Erdstoß im Iran verursachte Schäden und Verletzte.

Iran: Erdbeben Mw 5,8

Datum: 18.04.2021| Zeit: 06:41:50 UTC | Lokation: 29.82 N ; 50.70 E | Tiefe: 10 km | Mw: 5,8

Erdbeben IranIm Süden des Irans bebte es heute mit einer Magnitude von 5,8. Das Hypozentrum befand sich in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 32 km nord-nord-östlich von Bandar-e Genāveh lokalisiert. Ersten Medienberichten zufolge, gab es einige Gebäudeschäden und es kam zu Stromausfällen. Mindestens 2 Personen wurden verletzt. Der Erdstoß wurde auch in angrenzenden Ländern wahrgenommen. Beim EMSC gibt es mehrere Wahrnehmungsberichte. Es wurde zahlreiche Nachbeben registriert. Das Stärkste hatte die Magnitude 4,5. Es ist mit weiteren Beben zu rechnen.

Taiwan: Erdbeben Mw 5,8

Datum: 18.04.2021| Zeit: 14:14:37 UTC | Lokation: 23.82 N ; 121.62 E | Tiefe: 15 km | Mw: 5,8

Heute Nachmittag bebte es kurz vor der Ostküste Taiwans. Das Beben mit der Magnitude 5,8, hatte ein Hypozentrum in 15 km Tiefe. Das Epizentrum lag 18 km südlich von Hualien City. Es gab einige schwächere Nachbeben.

Japan: Erdbeben Mw 5,7

Datum: 18.04.2021| Zeit: 00:29:13 UTC | Lokation: 38.37 N ; 141.83 E | Tiefe: 60 km | Mw: 5,7

Heute Nacht manifestierte sich vor der Ostküste der japanischen Insel Honshu ein Erdstoß der Magnitude 5,7. Die Tiefe des Erdbebenherdes wird mit 60 km angegeben. Das Epizentrum wurde 46 km östlich von Ishinomaki verortet. Damit liegt es vor Sendai und der bekannten Erdbebenregion nahe Fukushima.

Island-Region: Beben Mw 5,1

Datum: 18.04.2021| Zeit: 15:17:19 UTC | Lokation: 61.88 N ; 26.81 W | Tiefe: 15 km | Mw: 5,1

Am Mittelatlantischen Rücken bebet es mit der Magnitude 5,1. Das Hypozentrum lag 15 km tief. Das Epizentrum befand sich 311 km süd-süd-westlich von Grindavík.

Südliche Shetland-Inseln: Erdbeben Mw 5,1

Datum: 18.04.2021| Zeit: 02:15:14 UTC | Lokation: 62.35 S ; 58.34 W | Tiefe: 2 km | Mw: 5,1

Bei den Südlichen Shetland-Inseln in der Antarktis bebte es mit einer Magnitude von 5,1. Das Hypozentrum lag 2 km tief. Das Epizentrum befand sich 1016 km südöstlich von Ushuaia. In den letzten Wochen kommt es hier zu besonders vielen Erdbeben.

Erdbeben-News 12.04.21: Spanien, USA, Japan

Auch dieser Tag vergeht nicht, ohne das zahlreiche Erdbeben den Planeten erschüttern. Hier eine kleine Auswahl von Erdbeben, die ich für besonders interessant halte. Die Meldungen kommen aus Indonesien, Tschechien, Spanien, Japan und den USA.

Japan: Erdbeben M 5,2 bei den Volcano Islands

Datum: 12.04.2021| Zeit: 03:08:36 UTC | Lokation: 22.69 N ; 142.92 E | Tiefe: 166 km | Mw: 5.2

In der Region des japanischen Volcano Islands-Archipels bebte es mit einer Magnitude von 5,2. Der Erdbebenherd lag im Erdmantel, genauer, in 166 km Tiefe. In den vergangenen Tagen kam es in der Region häufig zu Erdbeben. In der Nähe liegt der Inselvulkan Nishinoshima. Er war im letzten Jahr besonders aktiv.

Indonesien: Erdbeben M 4,2 am Sunda Strait

Datum: 12.04.2021| Zeit: 01:46:28 UTC | Lokation: 6.69 S ; 105.00 E | Tiefe: 10 km | M: 4,2

Am indonesischen Sunda Strait ereignete sich eine Erschütterung der Magnitude 4,2. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 98 km westlich von Labuan festgestellt. In relativer Nähe liegt der Inselvulkan Krakatau.

Tschechien: Erdbeben M 3,0 bei Cheb

Datum: 12.04.2021| Zeit: 01:46:28 UTC | Lokation: 50.28 N ; 12.44 E | Tiefe: 4 km | Ml: 3,0

Am Nordrand des Eger-Beckens gab es nachts weitere Erdstöße. Der Stärkste brachte es auf M 3,0. Der Erdbebenherd lag in einer Tiefe von 4 km. Das Epizentrum befand sich 9 km südlich von Klingenthal in Deutschland. In den letzten 3 Tagen meldete das EMSC 10 Erdbeben mit Magnituden über 2. Das Seismogramm zeigt, dass es auch Mikroseismik gibt. Insgesamt wurden bisher mehr als 230 Erschütterungen aufgezeichnet.

(Quellen: EMSC, CRSN)

Spanien: Schwarmbeben bei Neripo

Datum: 12.04.2021| Zeit: 04:06:36 UTC | Lokation: 38.11 N ; 2.19 W | Tiefe: 1 km | Ml: 2,7

In Spanien manifestierte sich heute ein neuer Erdbebenschwarm. Der Cluster von mehr als 10 Einzelbeben findet sich 11 km östlich des Ortes Nerpio. Nächst gelegener größerer Ort ist Murcia, in knapp 100 km Entfernung. Das bislang stärkst Beben brachte es auf Ml 2,7. Das Hypozentrum lag in 1 km Tiefe.

USA. Erdbeben am Lassen Peak

Datum: 12.04.2021| Zeit: 03:30:06 UTC | Lokation: 40.55 N ; 121.57 | Tiefe: 2 km | M: 2,4

Im US-Bundesstaat Kalifornien ereignete sich ein schwacher Erdstoß der Magnitude 2,4. Das Hypozentrum befand sich in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 38 km süd-süd-östlich von Burney lokalisiert. Beim Lassen Peak handelt es sich um einen Vulkan, der zuletzt 1917 eruptierte. Das Beben manifestierte sich am Nordrand des Vulkans.

Erdbeben-News 01.04.21: Kermadec, Fidschi, Algerien

Das Erdbeben-Update vom 01.04.21 kommt garantiert ohne Aprilscherz daher und berichtet von einem Erdbeben bei den neuseeländischen Kermadec-Inseln, einem Mantelbeben bei Fidschi und einem Erdstoß in Algerien.

Kermadec: Erdbeben M 6,3

Südwestlich der neuseeländischen Kermadec-Inseln kam es erneut zu einem starken Erdbeben. Es hatte die Magnitude 6,3. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe. Das Epizentrum ist wie immer schwer zu beschreiben, denn es befand sich mitten im Ozean, 969 km nordöstlich von Paihia. Der Erdstoß ereignete sich heute Vormittag um 9.56 UCT. Anfang März gab es an gleicher Stelle einen Starkbebenschwarm.

Fidschi: Mantelbeben in 598 km Tiefe

In relativer Nähe zu Fidschi manifestierte sich ein Erdstoß der Magnitude 6,0. Der Erdbebenherd wurde in 598 km Tiefe lokalisiert und befand schon somit im oberen Erdmantel. Erdbeben in dieser Tiefe sind sehr selten, da sie sich eigentlich nur an subduzierte Erdkruste ereignen können, die noch nicht komplett plastisch geworden ist. Das Epizentrum wurde 475 km südöstlich von Suva auf Fidschi verorte. Das Beben ereignete sich genaugenommen in der gleichen Region wie der Erdstoß bei Kermadec, nur ein paar Hundert Kilometer weiter nördlich und etwas weiter westlich von der Suduktionszone des Kermadec-Tonga-Grabens entfernt.

Algerien: Erdbeben M 4,8

Der Norden Algeriens wurde von einem Erdbeben der Magnitude 4,8 erschüttert. Das Beben ereignete sich um 14:33 Uhr mit einem Erdbebenherd in 10 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 19 km west-nord-westlich von Guelma.

Japan: Erdbeben in der Volcano Island Region

Bei den japanischen Volcano Islands, gut 1000 km südlich von Tokio gelegen, bebte es mit einer Magnitude von 4,6. Die Tiefe des Hypozentrums wurde mit 56 km bestimmt. Das Beben ist von Interesse, weil es sich in relativer Nähe zum Vulkan Nishinoshima ereignete, der im vergangenen Jahr für Schlagzeilen sorgte.

Erdbeben-Update 20.03.21: Japan Mw 7,0

Das Erdbeben-Update vom 20. März thematisiert ein starkes Erdbeben vor der japanischen Küste, das einen Tsunami-Alarm auslöste. Außerdem gab es weitere moderate Erdstöße.

Japan: Erdbeben Mw 7,0

Vor der Ostküste der japanischen Insel Honshu bebte es heute Vormittag mit einer Magnitude  von 7,0. Der Erdbebenherd wurde in 60 km Tiefe lokalisiert. Das Epizentrum befand sich 58 km nordöstlich von Sendai. Die Region ist für ihre starken Erdbeben berüchtigt. Aufgrund der großen Tiefe des Hypozentrums bestand allerdings keine Tsunamigefahr, dennoch wurde ein Alarm ausgelöst. Die Auswirkungen an der Oberfläche dürften relativ überschaubar sein. Es gab bereits ein Nachbeben Mw 4,2.

Macquarie Islands: Erdbeben Mw 6,1

Westlich des entlegenen Archipels, zwischen der Antarktis und Australien bebte es mit einer Magnitude von 6,1. Das Epizentrum wurde 1847 km südlich von Cygnet in Australien verortet. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe.

Mittelatlantischer Rücken: Erdstoß Mw 5,8

Der Mittelatlantische Rücken westlich von Portugal war heute Nacht Austragungsort eines Erdbebens der Magnitude 5,8. der Erdbebenherd lag in nur 2 km Tiefe. Das Epizentrum befand sich 917 km nördlich von Santa Cruz da Graciosa in Portugal.

Mexiko: Erdbeben Mw 5,7

In Mexiko bebte es nachts mit einer Magnitude von 5,7. Das Epizentrum wurde 13 km süd-süd-westlich von San Luis Acatlán lokalisiert. Der Erdbebenherd lag 30 km tief. Schaut man sich die Bebenhäufigkeit der letzten 7 Tage an, beschleicht einem schon ein etwas ungutes Gefühl: entlang der Küste gab es Hunderte moderate Erdbeben. Sie deuten auf große Spannungen entlang der Plattengrenzen hin. Im Allgemeinen sagt man, dass es gut ist, wenn sich diese Spannungen in zahlreichen moderaten Erdbeben entladen, denn dann kommt es seltener zu schweren Erdbeben. Dennoch, es scheint nur eine Frage der Zeit zu sein, bis es in der Region ein neues Starkbeben gibt.

Erdbeben-Update 13.02.21: Bardarbunga und Sumatra

Der junge Tag bringt bisher nur wenige erwähnenswerte Erdbeben mit sich. Bis 10 Uhr MEZ wurden 64 Erschütterungen detektiert. Da für uns ein Erdbeben auf Island von besonderem Interesse ist, erfolgt bereits jetzt das Erdbeben-Update, welches ich im Laufe des Tages weiter aktualisieren werde.

Update 21:00 Uhr: Als ob ich es heute Morgen geahnt hätte, ereigneten sich im Laufe des Tages noch 2 starke Erdbeben. Eins in Japan und ein weiteres in Papua Neuguinea.

Japan: Erdbeben Mw 7,1

Vor der Nordostküste der japanischen Insel Honshu bebte die Erde mit einer Magnitude von 7,1. Das Hypozentrum lag in einer Tiefe von 60 km. Aufgrund der Tiefe des Erdbebenherds gab es keinen Tsunami-Alarm. Das Epizentrum wurde 63 km nordöstlich von Namie lokalisiert. Der starke Erdstoß manifestierte sich in der gleichen Region wie das Sendai-Beben von 2011, das einen gewaltigen Tsunami-Auslöste und zur Havarie des Atomkraftwerks von Fukushima führte. Das Erdbeben fand heute Nachmittag statt und es gab -und gibt- zahlreiche Nachbeben.

Papua Neuguinea: Erdbeben Mw 6,0

In der Solomon-See und östlich von Papua Neuguinea kam es zu einem Erdbeben der Magnitude 6,0. Das Hypozentrum lag in nur 2 km tiefe. Das Epizentrum wurde 113 km S der Ortschaft Kandrian festgestellt.

Originalmeldungen:

Island: Erdbeben unter Bardarbunga

BardarbungaGestern Abend ereignete sich unter dem isländischen Gletschervulkan Bardarbunga ein Erdbeben der Magnitude 4,3. Das Hypozentrum befand sich laut EMSC in nur 5 km Tiefe. Laut IMO kam das Beben auf eine Magnitude 4,0 mit einem Erdbebenherd in 7,2 km Tiefe. Ein massiver Schwarm wurde bisher nicht ausgelöst. Im Bereich des Vatnajökulls gab es in den letzten 48 Stunden 15 Erschütterungen. Dazu zählen auch Erdbeben im Bereich von Askja und Herdubreid.

Sumatra: Erdbeben M 4,2

Vor der Südwestküste der indonesischen Insel Sumatra manifestierte sich ein Mantelbeben der Magnitude 4,2. Das Hypozentrum befand sich in 142 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 187 km S von Bengkulu lokalisiert. In der Region bebte es in den letzten Tagen auffällig häufig. Durchaus möglich, dass sich dort ein stärkeres Beben zusammenbraut.

Erdbeben-Update 09.02.21: Papua Neuguinea und Deutschland

Das Erdbeben-Update vom Dienstag steht im Zeichen eines moderaten Erdbebens in Papua Neuguinea und eines schwachen Erdstoßes in Deutschland. Darüber hinaus gab es natürlich noch weitere Erdbeben.

Papua Neuguinea: Erdbeben Mw 5,5

Papua NeuguineaIm Nordosten von Papua Neuguinea bebte die Erde mit einer Magnitude von 5,5. Das Hypozentrum lag in 73 km Tiefe. Das Epizentrum wurde 111 km südlich von Kokopo lokalisiert. Aufgrund der großen Tiefe blieb die Erschütterung an der Erdoberfläche ohne große Folgen. In der Region gab es in den letzten Tagen mehrere moderate Erdstöße.

Japan: Erdstoß M 5,0

Ein moderates Erdbeben M 5,0 gab es in Japan, genauer, südlich von Kyushu. Erschüttert wurde eine Gegend der Ryukyu-Inseln nahe der Kikai Caldera, in der es mehrere Vulkaneilande gibt. Der Erdbebenherd lag 20 km tief. Das Epizentrum befand sich 51 km östlich von Miyanoura.

Türkei: Erdbeben M 4,7

Im Westen der Türkei ereignete sich heute Nachmittag ein Beben M 4,7 in nur 7 Km Tiefe. Das Epizentrum wurde 14 km nördlich von Tuzlukçu lokalisiert.

Guatemala: Erdbeben M 4,1

Im mittelamerikanischen Guatemala bebte es mit einer Magnitude von 4,1. Das Hypozentrum befand sich in einer Tiefe von 62 km. Das Epizentrum lag 57 km südlich von Quetzaltenango und damit in relativer Nähe zum Domvulkan Santiaguito.

Deutschland: Erdbeben M 2,2

In Deutschland bebte wieder einmal die Erde. Das Beben ereignete sich 14 km nördlich von Worms bei Darmstadt. Die Tiefe des Hypozentrums wird mit 7 km angegeben. Wahrnehmungsberichte gibt es nicht.

Wo wir gerade beim Thema Erdbeben in Deutschland sind: Die Erdbebenwarte Bensberg registrierte in den letzten Tagen Mikroseismik bei Eschweiler, nordöstlich von Aachen. In den vergangenen beiden Tagen wurde 5 Erdschütterungen mit Magnituden kleiner 1 aufgezeichnet. In den letzten Wochen gab es eine kleine Bebenserie südöstlich von Aachen, über die ich bereits berichtete.

Update 16.12.2020: Klyuchevskoy und Sakurajima

Der Klyuchevskoy auf Kamtschatka ist weiterhin aktiv, allerdings verringerte sich die Stärke der Eruption deutlich. Aktuell wird kein Lavastrom mehr eruptiert. Allerdings gibt es strombolianische Eruptionen, die den Gipfelbereich mit glühender Tephra eindecken. MIROVA empfängt ein moderates thermisches Signal mit einer Leistung von 112 MW.

In unserer FB-Gruppe wurde ein Foto geteilt, das von der russischen Abenteuerin Anastasia Tsareva aufgenommen wurde. Bevor der Lavastrom versiegt, bestieg sie, zusammen mit ihrem Freund, die Flanke des Vulkans und entfernte sich ca. 2000 m vom Basislager, wobei ich annehme, dass damit Höhenmeter gemeint sind. Einen weiteren Aufstieg wagten die beiden nicht, da ihnen zahlreiche Steinschläge entgegen kamen. Immerhin erreichten sie den Rand des Lavastroms und konnten fantastische Aufnahmen liefern.

 

Sakura-jima eruptierte heute 3 Mal

In Japan kam es zu einer weiteren Eruption des Vulkans Sakura-jima auf Kyushu. Das VAAC Tokio gab 3 Meldungen heraus und warnte vor Aschewolken, die bis auf einer Höhe von 2700 m aufgestiegen sind. Starker Wind verfrachtete die Aschewolken schnell in südöstlicher Richtung, ansonsten wären sie höher aufgestiegen. In den letzten 10 Tagen war die Aktivität des Vulkans ehr unterdurchschnittlich. Stärkere Erdbebenschwärme werden aktuell nicht registriert, von daher rechne ich nicht mit einem sonderlich starken Peak.

Ätna: Ascheeruption aus der Voragine

Heute Nachmittag kam es zu einer kleinen Ascheeruption aus der Voragine. Das könnte signalisieren, dass die Aktivität vom Neuen Südostkrater auf den zentralen Kraterbereich wechseln könnte. MIROVA registriert eine moderate Wärmestrahlung mit einer Leistung von 35 MW.  Der Tremor bewegt sich auf dem Niveau wie vor dem Paroxysmus. Im Seismogramm sind kleine Zucker zu erkennen. Sie sind typisch für paroxysmale Phasen und könnten von starken Entgasungen stammen.

Japan: Taifun Haishen

Der Süden Japans wurde gestern vom Taifun Haishen getroffen. Mit Windgeschwindigkeiten von 200 km/h traf er auf die Küsten. Meteorologen warnten vor extrem starken Windböen von bis zu 300 km/h. Es kam zu Sturmfluten, Überschwemmungen und Erdrutsche. Für 40.000 Haushalte fiel der Strom aus.

Es ist bereits der 10 Wirbelsturm dieser Saison, der auf Japan trifft und der 2. innerhalb von einer Woche. Dem Inselstaat droht ein trauriger Rekord.

Besonders schlimm traf es die Insel Kyushu und die südlich davon gelegenen Ryukyu Inseln. Beide Regionen tauchen aufgrund der Vulkane hier oft in den News auf. Die japanischen Behörden forderten 1,7 Millionen Menschen auf sich in Sicherheit zu bringen. Und das, obwohl der öffentliche Verkehr praktisch zum Erliegen kam: Zug- und Flugverbindungen wurden unterbrochen. Selbst für Montag wurden zahlreiche Flüge gecancelt. Der Fährbetrieb wurde eingestellt. Trotzdem befanden sich noch zahlreiche Frachtschiffe auf dem Ozean, die von meterhohen Wellen getrieben wurden.

Besonders tragisch: im Sturm „Maysak“, der  Japan letzte Woche traf, sank ein Frachter mit 5800 Rindern und 43 Besatzungsmitgliedern an Bord. Nur ein Crewmitglied konnte gerettet werden. Wegen dem neuen Sturm wurde die Suche nach Überlebenden erst einmal eingestellt.

Sudan ruft Notstand aus

Der gesamte Sudan wurde zum Notstandsgebiet erklärt. Grund hierfür sind massive Überschwemmungen, die weite Teile des Landes heimsuchten. Mehr als eine halbe Millionen Menschen sind direkt von den Überflutungen betroffen. Mindestens 99 Menschen starben, 46 wurden verletzt. 100.000 Häuser versanken in den Wassermassen. 380.000 sind obdachlos geworden und befinden sich zum Teil auf der Flucht. Der Nil hat mit einem Pegel von 17,5 Metern den höchsten Stand seit 100 Jahren erreicht. Normalerweise ist das Nilhochwasser ein Segen, denn der fruchtbare Schlamm düngt die Felder an seinem Ufer. Allerdings soll das zum Frühling geschehen, nicht im Spätsommer, wenn die Ernte eingeholt wird.

Mallorca: Heftiges Unwetter

Heute Morgen gab es auf der spanischen Ferieninsel Mallorca ein heftiges Unwetter. Durch die Regenmassen wurden Steinschläge ausgelöst.

Gestern stand die Insel aus einem anderen Grund in den Schlagzeilen: Polizeihubschrauber wurden eingesetzt, um Badegäste vom Strand zu vertreiben. Dieser war aufgrund der Anti-Corona-Maßnahmen gesperrt. Verrückte Zeiten, die langsam absurde Züge annehmen!