Sizilien: leichte Erdbeben

Mikrobeben in Sizilien. © INGVUnter den sizilianischen Vulkangebieten Ätna und Liparische Inseln ereigneten sich in den letzten Tagen mehrere leichte Erdbeben. Die Tiefe der Hypozentren variiert dabei stark und es kommen tiefe- und oberflächennahe Beben vor. Die Beben bei den Liparischen Inseln manifestieren sich im Süden und Osten des Archipels, auf halben Weg zwischen Sizilien und dem Festland. Die hier gezeigte Karte erfasst dabei nicht das östliche Bebengebiet. Hier kommen die stärksten Beben mit Magnituden zwischen 2 und 3 vor. Nach der langen seismischen Ruhepause scheint wieder etwas Bewegung in die Tektonik unter dem Tyrrhenische-Meer zu kommen.

Ätna: Vulkanasche aus NE-Krater

Rotbraune Vulkanasche aus dem NE-Krater. ©INGVAuf der LiveCam sieht man derzeit gelegentlich rotbraune Vulkanasche aus dem NE-Krater aufsteigen. Die Farbe des Materials lässt darauf schließen, dass es sich um alte Asche handelt, die durch Kollaps der Kraterwände aufgewirbelt werden könnte, oder durch tief sitzende Dampfexplosionen mobilisiert wird. Zudem stößt dieser Krater auch viel Dampf aus.

In den letzten Tagen gab es einige leichte Erdbeben unter dem Ätna deren Hypozentren in Tiefen kleiner als 10 km lagen. Der Tremor ist allerdings niedrig und es scheint keine unmittelbare Eruption bevorzustehen.

Ätna: erhöhte Seismik

Seismik am Ätna. © INGVAm Ätna auf Sizilien ereigneten sich in den letzten 2 Tagen mehrere schwache Erdbeben in Tiefen zwischen 5 und 10 km. Zudem gab es heute Nachmittag eine Phase mit leicht erhöhtem Tremor und starker Entgasung aus dem NE-Krater. Möglicher Weise bereitet sich der Vulkan auf eine neue Aktivitätsphase vor.

Erdbeben

Ätna: auf Sizilen kam es in den letzten Tagen zu einem kleinen Schwarmbeben unter der Westflanke des Vulkans. Es fand in großer Tiefe statt, könnte aber darauf hindeuten, dass sich Magma akkumuliert.

Puerto Rico: wenige Kilometer offshore kommt es zu massiven Schwarmbeben. Die Einzelevents haben Magnituden zwischen 2 und 3, könnten aber ein schweres Erdbeben anköndigen. Zudem liegen in der Karibik zahlreiche Inselvulkane die durch ein starkes Erdbeben wachgerüttelt werden könnten.

Vulkane weltweit

Ätna: am sizilianischen Vulkan kam es vor einigen Tagen zu einem kleinen Schwarmbeben im Westen des Vulkans. Das Hypozentrum lag tiefer als 15 km. Solche Beben sind häufig Indikatoren aufsteigenden Magmas. Ein neuer Paroxysmus steht aber nicht unmittelbar bevor.

Piton de la Fournaise: die Eruptionsstärke hat stark abgenommen. Heute sieht man auf der LiveCam nur noch Entgasung aus dem neu entstandenen Schlackenkegel um den zuletzt aktiven Förderschlot. Möglicher Weise ist er noch schwach strombolianisch aktiv. Die Front des Lavastroms konnte auf einem Beobachtungsflug nicht ausgemacht werden, da die Vulkanflanke bewölkt war. Man vermutet sie aber auf 1000 m Höhe. Dort stagniert die Lava.

Sinabung: die Aktivität des Vulkans auf Sumatra hat in den letzten Tagen zugenommen. Der Lavadom ist wieder so groß, dass pyroklastische Ströme abgehen. Zudem hat sich die Seismik intensiviert. Immer mehr Anwohner leiden unter Depressionen und müssen ärztlich betreut werden. Zugleich lässt die staatliche Unterstützung der Betroffenen stark nach. Viele mussten ihre Dörfer für immer verlassen und sind nur provisorisch untergebracht.

Telica: am Vulkan in Nicaragua kam es zu neuen Ascheeruptionen. Die Eruptionswolken sind 3 km hoch aufgestiegen. Seit dem 7. Mai wurden 647 explosive Eruptionen unterschiedlicher Größe registriert. Zudem wurden 21 Erdbeben aufgezeichnet. Dennoch beruhigen die Behörden Anwohner des Vulkans. Sie rechnen nicht mit einer größeren Eruption, raten dennoch zur Wachsamkeit.

Wolf Volcano: die Eruption auf der Galapagos-Insel Isabela ist wohl doch noch stärker, als bisher berichtet. Fotos aus Tweets vom Nationalpark zeigen, dass Lava ins Meer läuft. Es scheint auch noch Lavafontänen zu geben. Möglicher Weise intensivierte sich die Aktivität in den letzten 24 Stunden wieder.

Ätna: Ausbruch verstärkt sich

Thermalbild des Lavastromes. © INGVUpdate 16.05.2015: heute Morgen ist der Tremor stark gefallen und befindet sich wieder auf normalem Niveau. Die strombolianischen Eruptionen haben aufgehört und die Lavastrom-Tätigkeit lässt nach. Der Ausbruch kommt zu einem Ende.

Update 15.05.2015: Die Eruption geht unverändert weiter. Der Lavastrom ist mittlerweile fast 5 km lang und hat sich in 2 Arme geteilt. Sie fließen am Mt. Simone über den Boden des Valle del Bove. Die kontinuierlichen Strombolianer halten an und es geht eine dünne Aschewolke vom NSEC aus.

Originalmeldung: Im Laufe des Tages hat sich die Eruption am Neuen Südostkrater verstäkrt. Der Tremor ist relativ hoch und es kommt kontinuierlich zu strombolianischen Eruptionen. Diese fördern glühende Lava mehrere Hundert Meter hoch. Der Lavastrom, der gestern Morgen zu fließen begann ist deutlich stärker geworden und fließt in einem weiten Nordbogen ins Valle del Bove. Allerdings kommt er nicht mehr aus dem Gipfelkrater, sondern aus 2 Förderschlote auf der Ostflanke und nahe der Basis des Kegels.

Es scheint wieder einer der verkappten Paroxysmen zu sein, die wir seit letztem Jahr öfters zu sehen bekommen. Diese Eruptionen dauern mehrere Tage und fördern viel Tephra, allerdings ohne die gewaltigen Lavafontänen einer paroxysmalen Eruption.

Ätna: Hangrutsch am NSEC

Heute Vormittag ereignete sich ein Hangrutsch auf der Ostseite des Neuen Südostkraters (NSEC). Dieser wurde durch einen Lavastrom ausgelöst, der kurz vorher aus dem Krater zu fließen begann. Bei vergangenen Paroxysmen markierte der Beginn der effusiven Tätigkeit den „point of no return“ für die bevorstehende Hauptphase des Paroxysmus. Allerdings muss sich die Tätigkeit nicht zwangsläufig zu einem Paroxysmus steigern. Es gab auch letztes Jahr eine Phase langanhaltender „milder“ Tätigkeit und der letzte Paroxysmus präsentierte sich ehr untypisch: der Ausbruch steigerte sich nur langsam und hielt über mehrere Tage (anstatt Stunden) an. Dafür waren die Lavafontänen vergleichsweise klein. Ferner gibt es Überlegungen, das der NSEC eine kritische Höhe erreicht haben könnte, bei der der Druck im Fördersystem nicht mehr ausreicht um einen typischen Paroxysmus zu erzeugen.

Es bleibt auf jeden Fall spannend die Aktivität zu beobachten und die nächsten Stunden werden zeigen, ob es zu einem neuen Paroxysmus kommt.

Ätna: strombolianische Eruptionen

Update 13.05.2015: Gestern Abend nahm die strombolianische Aktivität am Neuen Südostkrater zu und der Tremor stieg leicht. Dieser ist heute Vormittag leicht rückläufig. Dennoch rechne ich in den nächsten Tagen mit einer Zunahme der Aktivität.

Originalmeldung: Am Ätna ereignen sich schwache strombolianische Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater. Auf der Livecam war nachts gelegentliche Rotglut zu erkennen. Heute sieht man Dampf aufsteigen. Die strombolianische Tätigkeit könnte Vorbote eines neuen Paroxysmus sein. Die Vulkanologen des INGV beobachteten schon vor mehreren Tagen Tremor, der auf aufsteigendes Magma hindeutet. Der heutige Peak in der öffentlich zugänglichen Grafig auf der Seite des Instituts ist aber wohl auf das Nepal-Erdbeben zurückzuführen.

Ätna: Schwarmbeben

Schwarmbeben am Ätna. &INGVAm 3. und 4. April hat sich am Ätna auf Sizilien ein kleines Schwarmbeben ereignet. Die Beben waren nur schwach und in großen Tiefen angesiedelt, könnten aber auf eine Magmaintrusion hinweisen. Die Hypozentren lagen in mehr als 15 km Tiefe in der Nähe des Ortes Linguaglossa.