El Hierro: Magmaintrusion

Die Schwarmbeben der letzten 3 Tage erreichten gestern mit 110 Einzelbeben ihren vorläufigen Höhepunkt. Zugleich wurde eine Bodendeformation von 2 cm, sowie eine erhöhte Radon-Konzentration gemessen. Das alles deutet auf eine erneute Magmatinrusion in 15 km Tiefe hin. Ob- und wann es zu einem Ausbruch kommen wird ist allerdings ungewiss. Meistens bleibt das Magma in der Erdkruste stecken.

Wer sich selbst ein Bild der Lage machen möchte kann dies auf folgenden Webseiten tun:

Ätna: Asche aus dem NE-Krater

Seit gestern schweben über den NE-Krater immer wieder kleine Aschewolken. Ob es sich um frisch eruptiertes Material, oder um Staub aus Kollaps-Ereignissen handelt lässt sich nicht eindeutig sagen. Der Tremor ist leicht gestiegen, doch noch nicht als Vorzeichen des nächsten paroxysmalen Vulkanausbruches zu interpretieren.

El Hierro: Schwarmbeben

Update 23.12.13: Gestern summierte sich die Zahl der einzelnen Beben auf 73. Heute waren es bereits 49 Beben. Die meisten Events konzentrieren sich im Süden der Insel in der Gemeinde El Pinar. Scheinbar sammelt sich neues Magma im Untergrund.

Heute manifestierte sich ein neues Schwarmbeben unter der Kanareninsel El Hierro. Bisher waren es 38 Beben. 3 Beben hatten eine Magnitude größer als 3. Die meisten Erschütterungen liegen in einer Tiefe von 15. km. Sie konzentrieren sich in der Bucht von El Golfo und vor der Südküste der Insel, unweit des submarinen „Eldiscreto“ Vulkans. Möglicher Weise signalisieren die Beben Magmabewegungen im Untergrund. Noch besteht kein Grund zur Panik.

Vulkane Italiens: Vulkansteuer (kein Scherz)

Ab nächstes Jahr müssen Touristen in Italien mit einer neuen Touristensteuer rechnen. Gäste, die die Vulkane besuchen wollen können mit bis zu 5 Euro pro Tag zur Kasse gebeten werden. Fällig wird die Steuer bei der Übernachtung in Hotel, Pension, oder Campingplätzen. Als erstes setzten die Liparischen Insel die Steuer um: mit Erwerb der Fahrkarte der Fähren wird 1 Euro extra berechnet. Armes Italien!

Chaiten: thermische Anomalie

Thermische Anomalie am Chaiten. &copy, MODVOLCAm chilenischen Vulkan Chaiten wurde jüngst ein thermisches Signal mit Hilfte des MODIS-Satelliten entdeckt. Die thermische Anomalie lässt vermuten, dass der Lavadom in der Caldera des Vulkans wieder aktiv geworden ist.

Chaiten sorgte im Jahr 2008 für Schlagzeilen, als der Lavadom explodierte und eine große Eruption auslöste. Die Druckwelle der Explosion und pyroklastische Ströme vernichteten große Waldflächen. Lahare zerstörten die 10 km entfernt gelegene Stadt Chaiten.

Shiveluch: 5 Aschewolken

Das VAAC Tokyo registrierte in den letzten 24 Stunden 5 Aschewolken, die vom Vulkan in Kamtschatka aufstiegen. Sie erreichten dabei eine Höhen von 5 km über Normalnull und drifteten 50 km in nordwestlicher Richtung. Sehr wahrscheinlich waren die Eruptionen mit partiellem Domkollaps und pyroklastischen Strömen assoziiert, die vom Lavadom ausgingen.

Fuego: Lavastrom

Am Fuego in Guatemala hat sich ein Lavastrom gebildet. Dieser hat eine Länge von 500 m erreicht. Zudem erzeugt der Vulkan strombolianische Eruptionen. In nahegelegenen Ortschaften klirren die Fenster aufgrund der Explosions-Druckwellen. Der Tremor ist erhöht.

Ätna: Eruption aus dem NSEC

Hocher Tremor. © INGVWas eigentlich der Paroxysmus No. 20 hätte werden sollen, scheint sich in einer relativ stabilen Eruption aus dem Neuen Südostkrater zu etablieren. Die Eruption ist von stromolianischen Explosionen, Ascheausstoß und effusiver Tätigkeit gekennzeichnet. Der Tremor ist auf deutlich erhöhtem Niveau mit einigen Spitzen, die Episoden mit gesteigerter Aktivität anzeigen. Wie es weiter geht lässt sich schwer beurteilen. Ich kann mich nur an 2 solcher „ungewöhnlichen Paroxysmen“ erinnern. Damals dauerte die Aktivität bis zu 3 Tage.

Der Flughafen von Catania ist gesperrt. Es herrscht Nordwind und die Asche driftet Richtung Flughafen. Laut Wetterprognose soll die Windrichtung erst Donnerstag wechseln.

Ätna: Paroxysmus No. 20

Aschewolke am Ätna. © Studio7Update 11.00 Uhr: der Tremor steigt wieder und die Eruption strebt einem 2. Höhepunkt entgegen.

Der 20. Ätna-Paroxysmus dieses Jahres verlief (und verläuft) recht ungewöhnlich. Der Vulkanausbruch begann ohne längeres Vorspiel und dauerte ungewöhnlich lange. Allerdings war die Hauptphase der Eruption weniger stark als bei den meisten vorangegangenen Ausbrüchen. Eine mehrere Hundert Meter hohe Lavafontäne entstand diesmal nicht. Boris Behncke berichtet von Phasen starker strombolianischer Tätigkeit und mehreren kurzlebigen Lavaströmen. Zur Zeit wird eine Aschewolke ausgestoßen und ein Lavastrom fließt über die Ostflanke des Neuen Südostkraterkegels. Der Tremor ist rückläufig, aber immernoch deutlich erhöht.