Nachrichten über Vulkanausbrüche, Erdbeben und Naturkatastrophen
Eruptionen
Aktuelle Nachrichten über Vulkanausbrüche und Hintergrundinformationen über Vulkane gibt es in dieser Kategorie zu lesen. Im Fokus der Berichterstattung stehen die Eruptionen populärer Vulkane wie Ätna, Stromboli, Krakatau, Kilauea und Merapi. Es gibt aber auch Nachrichten über alle anderen Vulkane der Welt. Weiterführende Informational sind aus den Beiträgen aus verlinkt. So erhält man auch direkten Zugriff auf das WIKI über Vulkanismus.
Das VAAC Tokyo registriert weiterhin Aschewolken, die vom Suwanose-jima aufsteigen. In diesem Jahr wurden bereits 5 Aschewolken gemeldet. Diese steigen ca. 1,5 km hoch auf. Zudem ist der Vulkan strombolianisch aktiv. Silvester wurde vom MODIS-Satelliten ein thermisches Signal regitriert.
Sakura-jima ist derweilen verdächtig ruhig. Die letzte registrierte Aschewolke stieg am 26.12.13 auf.
Zum Jahresende eine kurze Zusammenfassung des vulkanischen Geschehens.
Ätna: der Ausbruch, der am 29.November begann ist noch nicht ganz vorbei. Der Tremor ist rückläufig, aber noch auf erhöhtem Niveau. Visuelle Beobachtungen sind wegen schlechtem Wetter derzeit nicht möglich.
Sinabung: am Vulkan auf der indonesischen Insel Sumatra wächst ein Lavadom. Pyroklastische Ströme legen eine Distanz bis zu 3,5 km zurück. Die Sperrzone um den Vulkan beträgt 5 km.
Shiveluch: in Kamtschatka geht die Eruption des Domvulkans weiter. Das VAAC Tokyo registrierte in den letzten 24 Stunden 2 Eruptionen.
Suwanose-jima: im Süden Japans ist der Inselvulkan weiterhin aktiv und eruptierte mehrmals Aschewolken.
Update 30.12.2013: Die strombolianische Tätigkeit steigerte sich Abends zu einem recht schwachen Paroxysmus. Laut Boris Behncke vom INGV werden aktuell 2 Lavaströme gefördert. Einer bewegt sich im Osten Richtung Valle del Bove, ein anderer Strom fließt Richtung Nordosten. Gelegentliche starke Explosionen sind im weiten Umkreis zu hören. Eine Lavafontäne ist allerdings nicht entstanden. Die Hochphase scheint inzwischen vorbei zu sein, dennoch bewegt sich der Tremor kurz unterhalb des Höchststandes seitwärts. Ein ähnliches Verhalten konnten wir schon beim letzten Ausbruch dieser Art beobachten. Vermutlich ist im Fördersystem zu wenig Gas für einen starken, aber kurzen Paroxysmus vorhanden.
Originalmeldung: Im Laufe des Tages wurden strombolianische Eruptionen aus dem Neuen Südostkrater gemeldet. Am Abend steigert sich diese Art der Aktivität deutlich und der Tremor legt zu. Das dürfte die Anfangsphase des nächsten Paroxysmus (No. 21) sein.
In El Salvador ist der 2129 m hohe Stratovulkan ausgebrochen. Er eruptierte eine hoch aufsteigende Aschewolke. Über benachbarte Ortschaften kam es zu Ascheniederschlag. Zahlreiche Menschen wurden evakuiert. Der Alarmstatus wurde auf Gelb erhöht.
Der letzte größere Vulkanausbruch des Chaparrastique fand 1976 statt. Damals wurden einige Gemüsefelder in Mitleidenschaft gezogen. Zuvor war der Vulkan strombolianisch Tätig. Der Vulkan liegt 11 km von der nächsten größeren Stadt San Miguel entfernt. Das Auswärtige Amt mahnt zur besonderen Vorsicht bei Reisen in El Salvador.
Im asiatischen Teil des Pazifischen Feuergürtels war in den letzten 24 Stunden einiges los. Das VAAC Tokyo registrierte Aschewolken an den Vulkanen Karymsky, Kizimen und Shiveluch in Kamtschatka, sowie am Suwanose-jima im Süden Japans. Dieser schwer zu erreichende Vulkan eruptierte in den letzten 24 Stunden 7 Aschewolken. Am Sakura-jima ist es seit 3 Tagen ungewöhnlich ruhig.
Update 28.12.2013: Das Beben richtete wohl keine bemerkenswerten Schäden an, löste aber Steinschläge am Steilhang von El Golfo aus. Auf youtube gibt es einige Videos davon. Die Stärke des Bebens wurde auf M 5.1 korrigiert, die Tiefe auf 12 km. Das Beben lag ca. 15 km westlich der Insel und war deutlich zu spüren. Selbst auf Teneriffa wurde der Erdstoß wahrgenommen. Es kam zu mehreren Nachbeben, 2 hatten eine Magnitude größer als 3.
Das Beben liegt sehr wahrscheinlich nicht direkt mit der Magmaintrusion unter der Insel zusammen. Allerdings könnte die Bodendeformation durch die Magmaintrusion zu Spannungen in der Erdkruste gesorgt haben, die sich nun an alten Bruchzonen abbaute.
Originalmeldung: Um 18.46 Uhr erignete sich vor der Westküste El Hierros ein Seebeben der Stärke 5,4 (unkorrigiert laut EMSC). Das Hypozentrum befand sich in 14 km Tiefe. Über Schäden liegen .noch keine Meldungen vor, es ist aber denkbar, dass auf der Insel Gebäude beschädigt und Steinschläge ausgelöst wurden. Selbst auf der Insel La Palma waren Erschütterungen zu spüren.
Die Schwarmbeben haben in den letzten 3 Tagen nachgelassen. Heute waren es bisher nur 6 Einzelbeben. Bleibt spannend abzuwarten, ob das aktulle Beben Auswirkung auf die magmatische Aktivität von El Hierro haben wird. Es ist bekannt, das Erdbeben Vulkanausbrüche auslösen können. Die Magmakammer unter El Hierro hat in den vergangenen Tagen gut Nachschub bekommen: die maximale Inflation beträgt fast 8 cm.
Niijima: die neu entstandene Vulkaninsel im japanischen Seegebiet ist nun so groß geworden, dass sie mit der Nachbarinsel Nishino-shima zusammenwächst. Es finden kleine strombolianische Eruptionen statt und Lavaströme treten aus.
Sakura-jima: der daueraktive Vulkan in der Präfektur Kagoshima ist in den letzten Wochen verhältnismäßig still und eruptiert nur zwischen 1 und 3 Mal am Tag. Vor 2 Tagen erzeugte er eine Aschewolke die 2 km hoch aufstieg.
Suwanose-jima: der Inselvulkan im Süden des Archipels eruptierte in den letzten 24 Stunden 2 Aschewolken, die vom VAAC Tokyo registriert wurden. Es waren die Eruptionen No. 36 und 37 in diesem Jahr.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern von vulkane.net eine frohe Weihnachten und ein magmatisches Jahr 2014.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich für euer langjähriges Interesse bedanken und besonders für die vielen Tipps, Anregungen und Diskussionen hier im Blog und in unserer Facebook-Gruppe „volcanoes and volcanism„. Ohne euere Mitarbeit wäre vulkane.net bei weitem nicht so umfangreich geworden.
Die Schwarmbeben der letzten 3 Tage erreichten gestern mit 110 Einzelbeben ihren vorläufigen Höhepunkt. Zugleich wurde eine Bodendeformation von 2 cm, sowie eine erhöhte Radon-Konzentration gemessen. Das alles deutet auf eine erneute Magmatinrusion in 15 km Tiefe hin. Ob- und wann es zu einem Ausbruch kommen wird ist allerdings ungewiss. Meistens bleibt das Magma in der Erdkruste stecken.
Wer sich selbst ein Bild der Lage machen möchte kann dies auf folgenden Webseiten tun: