Griechenland: Erdbeben M 5,8

Bereits am Sonntag ereignete sich auf der griechischen Insel Kefalonia ein Erdbeben der Magnitude 5,8. Es kam zu Schäden an diversen Gebäuden und zu 7 Verletzten. Einen Tag später wurde der Notstand ausgerufen. Es folgten weitere Nachbeben und gut 36.000 Menschen übernachteten im Freien.

Örtliche Seismologen sind sich bis heute nicht darüber im Klaren, ob es sich bei dem Erdstoß vom Sonntag bereits um das Hauptbeben handelte. Auf Kefalonia gab es früher bereits schwere Erdbeben nach vorangegangenen Erdstössen.

Dank an Leser Thorsten, der mich darauf aufmerksam machte.

Vulkane weltweit

Aso: das VAAC Tokyo registrierte eine Asche-Eruption am japanischen Vulkan im Nordwesten der Insel Kyushu.

Ätna: der Lavastrom im Valle del Bove fließt immer noch und hat nun den Talgrund am Centenari erreicht. Am Samstag war der NSEC zudem strombolianische aktiv und förderte zudem Vulkanasche.

Erta Alé: Bianca berichtet von einem ungewöhnlich hohen Stand der Lava im Pitkrater des Vulkans in Äthiopien. Der Spiegel des Lavasees steht ca. 9 m unter dem Kraterrand.

Klyuchevskoy: der Vulkan auf Kamtschatka ist wieder aktiv und stößt eine Aschewolke aus.

Sakurajima: meldete sich gestern mit einer Serie vulcanischer Eruptionen zurück. Heute ist er wieder ruhig.

Erdbeben: Java M 6,1

Auf der indonesischen Insel Java ereignete sich ein schweres Erdbeben der Magnitude 6,1. Laut USGS lag das Hypozentrum südwestlich Yogjakartas in 95 km Tiefe. Der Erdstoß hielt 30 Sekunden an und zerstörte zahlreiche Häuser. Über Todesopfer liegen noch keine Meldungen vor.

Im Jahr 2006 ereignete sich in der gleichen Region bereits ein schweres Erdbeben mit zahlreichen Todesopfern. Ich war zu der Zeit am Merapi und filmte pyroklastische Ströme. Hier lest ihr eine Reportage von damals. Aufgrund der Tiefe des aktuellen Bebens könnten die Schäden geringer sein, als nach dem Beben von 2006.

Es dürfte spannend sein abzuwarten, ob der Vulkan Merapi auf dieses Beben reagiert.

Ätna: Lavastrom

Seit gestern Abend fließt am Ätna ein neuer Lavastrom im Valle del Bove. Unterhalb der Ostflanke des NSEC (Neuer Südostkrater) öffneten sich 2 Förderschlote, aus denen die Lava fließt. Die Aktivität wird von einem leichten Tremoranstieg begleitet. Einen Tag zuvor wurde von kleinen strombolianischen Eruptionen aus dem NSEC berichtet. Fotos gibt es wie immer in unserer Facebookgruppe „volcanoes and volcanism“ zu sehen.

Vulkane weltweit

Ätna: unser Lieblingsvulkan meldet sich mit strombolianischen Eruptionen aus dem „Neuen Südostkrater“ zurück.

Karymsky: erzeugte heute eine größere Ascheeruption.  In den letzten Tagen zeigte sich der Vulkan auch von seiner aktiven Seite.

Nishnoshima: das VAAC Tokyo registrierte in den letzten Tagen 2 Aschewolken, die von der jungen Vulkaninsel ausgingen.

Sakurajima: nach einigen Wochen mit recht geringer Aktivität meldet sich der japanische Vulkan heute mit 6 vulcanischen Eruptionen zurück.

Shiveluch: in Kamtschatka geht es weiterhin heiß her. Der Domvulkan eruptierte in den letzten 3 Tagen 6 Mal.

Sinabung: pyroklastische Ströme größer

In den letzten 2 Tagen hat die Reichweite einiger pyroklastischer Ströme zugenommen. Sie legen Distanzen bis zu 5 km zurück. Im Schnitt gehen 50 pyroklastische Stöme pro Tag ab. Der Dom wächst weiter. Immer wieder brechen Stücken von ihm ab und lösen die pyroklastischen Ströme aus. Zudem berichten die Anwohner des Vulkans von häufigeren Explosionsgeräuschen. Das könnte auf steigendem Gasdruck im Inneren des Domes hindeuten. Die Gefahr eines „blow out“ des Domes wächst somit.

Ich werde mich in der nächsten Woche am Sinabung aufhalten und von dort berichten.

Vulkane weltweit

Sakurajima in Japan generierte vor 2 Tagen seine erste Eruption in diesem Jahr, welche vom VAAC Tokyo registriert wurde. Der Vulkan ist seit dem 26.12.13 ungewöhnlich ruhig.

Suwanosejima ist derzeit immernoch sehr aktiv und erzeugt mehrere explosive Eruptionen täglich. Aschewolken steigen dabei bis zu 1,5 km hoch auf.

Shiveluch in Kamchatka erzeugte eine Serie von pyroklastischen Strömen mit Aschewolken die bis zu 5 km hoch aufstiegen. Im Krater des Vulkans wächst ein Lavadom.

Sinabung: Sperrzone ausgedehnt

Am Vulkan Sinabung in Sumatra ereignete sich gestern Nacht eine größere Eruption. Pyroklastische Ströme flossen dabei weiter, als bisher gedacht. Vulkanasche stieg über 4 km hoch auf. Asche und Lapilli regneten auf bewohntem Areal nieder und die Menschen flüchteten in Panik. Die Sperrzone um den Vulkan wurde auf 4 Meilen (ca. 6 km) erweitert. Es wurden weitere Menschen evakuiert. Insgesamt mussten nun mehr als 20.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Newsberichten zufolge starben bisher 11 Menschen durch die schlechten hygenischen Verhältnisse in den Flüchtlingslagern. Der Vulkan selbst forderte noch keine Todesopfer. Allerdings kann die Lage dort schnell eskalieren. Beim letzten großen Ausbruch des Merapi unterschätzten die Behörden auch die Reichweite der pyroklastischen Ströme. Damals legten sie bis zu 20 km zurück. Mehr als 350 Menschen starben.

Sinabung: pyroklastische Ströme

Pyroklastische Ströme am Sinabung.Update 04.01.2014: Die Eruption am Sinabung geht weiter. Heute konnte ich auf der Livecam mehrere pyroklastische Ströme beobachten. Diese erreichten fast den Fuß des Vulkans. Vulkanasche stieg ca. 1,5 km hoch auf. Sollte sich die Aktivität verstärken steht eine Ortschaft in direkter Fließrichtung der Ströme.

Originalmeldung: Sinabung auf Sumatra war auch gestern aktiv. Die Jakarta Post berichtet wurde von einer Aschewolke die ca. 3 km hoch aufstieg. Zudem wurde zumindest 1 pyroklastischer Strom generiert. Dieser legte eine Strecke von 3 km zurück. Alle 15 Minuten soll es zu einer kleineren explosiven Eruption kommen.

Der Lavadom hat ein Volumen von 2,54 Millionen Kubikmeter. Sollte der Dom kollabieren, wäre ein Gebiet von 8 km um den Krater gefährdet. Die bisherige Sperrzone beläuft sich auf 5 km. Über 16.000 Menschen wurden bisher evakuiert.