Philippinen von starkem Erdbeben Mw 6,4 erschüttert – Epizentrum vor der Ostküste von Mindanao
Datum: 07.01.2026 | Zeit: 03:02:58 UTC | Koordinaten 7.379 ; 126.805 | Tiefe: 53 km | Mw 6,4
Am 7. Januar 2026 wurde der Süden der Philippinen von einem starken Erdbeben der Magnitude 6,4 erschüttert. Das Beben ereignete sich um 03:02:58 UTC (11:02 Uhr Ortszeit) und hatte sein Epizentrum vor der Ostküste Mindanaos, rund 80 Kilometer nordöstlich der Stadt Mati und 34 Kilometer nordöstlich von Manay in der Provinz Davao Oriental. Der Erdbebenherd lag in etwa 53 Kilometern Tiefe, was auf ein sogenanntes Subduktionsbeben in mittlerer Tiefe hinweist.

Das Erdbeben wurde in weiten Teilen östlichen und zentralen Mindanaos deutlich gespürt. Bebenzeugen berichteten von schwankenden Gebäuden und kurzzeitigem Stillstand des öffentlichen Lebens. Zahlreiche Menschen verließen panikartig die Gebäude aus Angst vor einstürzenden Bauten. Trotz der vergleichsweise hohen Magnitude blieben größere Schäden bislang aus. Die zuständigen Behörden meldeten keine Todesopfer und keine schwer beschädigte Infrastruktur. Aufgrund der Tiefe des Hypozentrums gab es keine Tsunami-Warnung.
Geowissenschaftler erklären die Ursache des Bebens mit der Subduktion der Philippinischen Seeplatte, die entlang des Philippinengrabens unter Mindanao abtaucht. Dabei kam es zu Spannungen im abtauchenden Teil der Platte, die sich in dem Beben lösten.
Die Philippinen liegen im Pazifischen Feuerring, einer der weltweit aktivsten tektonischen Zonen. Erdbeben dieser Stärke sind in der Region nicht ungewöhnlich, können jedoch aufgrund der Bevölkerungsdichte erhebliche Risiken bergen. Die größere Herdtiefe des aktuellen Bebens trug dazu bei, dass die Erschütterungen zwar weitreichend, an der Oberfläche jedoch weniger zerstörerisch waren.
Nach dem Hauptbeben warnten Experten vor möglichen Nachbeben, die in den folgenden Tagen auftreten könnten. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, beschädigte Gebäude zu meiden und Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten. Tatsächlich wurden bereits mehrere Nachbeben registriert.
In der Umgebung befinden sich mehrere potenziell aktive Vulkane, darunter Mount Apo, Mount Parker und Mount Matutum. Kanlaon, Mayon und Taal liegen weiter weg, aber nicht im theoretischen Wirkungskreis des Erdbebens. Auch wenn es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass das Erdbeben unmittelbare Auswirkungen auf deren Aktivität hat, ist es nicht völlig auszuschließen.
Das Ereignis erinnert dennoch eindrücklich an die anhaltende seismische Gefährdung der Philippinen – und an die Bedeutung funktionierender Frühwarnsysteme und erdbebensicherer Bauweise in einer der dynamischsten Regionen der Erde.








